Walter hat Mitleid

Kapitel 15 “Walter hat Mitleid”

Es war erst früher Nachmittag, als Walter vom Büro zurückkehrte. Man hatte ihr erst am darauffolgenden Tag erwartet, und so waren einige Abteilungsleiter, mit denen er zuerst mal sprechen wollte, nicht im Werk gewesen. Als er nach Hause kam, fand er Danielle im Wohnzimmer mit einem Drink vor dem riesigen TV-Apparat aber keine Spur von seiner Frau.

“Wo ist Sandra?” “Der gönne ich gerade eine Nachdenkpause” “Okay, aber wo ist sie?” “Im Geräteschuppen, aber wenn du willst, hole ich sie, ihre Zeit wäre ohnedies bald um gewesen” “Nein, lass nur, ich gehe selbst”.

Walter ging in den Garten und öffnete den Wellblech-Schuppen. Die heiße Luft darin raubte ihm den Atem, und als er seine Frau mehr hängend als Stehend vorfand, wusste er, dass Danielle eindeutig übertrieben hatte. Schnell löste er die Fesseln und musste Sandra stützen, während er sie ins Haus brachte. Er nahm ihr die Knebel und die Balaclava ab und gab ihr erst mal ein großes Glas Wasser. Dann brache er sie in sein Schlafzimmer und zog sie langsam Schicht um Schicht aus. Als sie nackt vor ihm lag, war die Wanne bereits mit lauwarmem Wasser vollgelaufen, und er trug sie ins Bad um sie langsam in die Wanne gleiten zu lassen. Dann ließ er seine erschöpfte Frau erst mal allein. Er ging ins Wohnzimmer, wo Danielle noch immer vorm Fernseher saß. “War es nötig, so streng zu sein?” “Du hast ja nicht erlebt, wie sie sich aufgeführt hat. Sie hat mich sogar ins Gesicht geschlagen” log Danielle, “mir blieb nichts anders übrig, als ein Exempel zu statuieren, oder willst du lieber, dass ich die Erziehung aufgebe?”. Damit, so wusste sie, hatte sie den Wunden Punkt berührt. Walter würde in den nächsten Wochen viel zu viel Zeit im Büro verbringe müssen. Damit konnte er es sich nicht leisten, die Erziehung seiner Frau einfach abzubrechen. Also, beschloss er, die Bestrafung seiner Frau – auch in dieser Strenge – hinzunehmen, und teilte Danielle lediglich mit, dass für heute Schluss mit Wollstrafen sei. Danielle ließ Sandra diesen vermeintlichen Sieg, denn sie wusste, dass ab Walter ab dem folgenden Tag kaum Gelegenheit haben würde, ihre Sadistischen Spielchen mit Sandra zu stören. Sie teilte ihm noch mit, dass sie vor hatte, am nächsten Tag Shopping zu gehen, bzw. vermutlich auch eine ihr bekannte Strickerin aufzusuchen, und erhielt das Okay, alle, ihrer Meinung nach nötigen Zusatzkleidungen für seine Frau zu bestellen. Mit der umgebauten Terrasse wollte sie Sandra und Walter erst am nächsten Tag überraschen.

Nach dem Bad, während dem sie Unmengen Mineralwasser getrunken hatte, einer Tablette aus dem Drugstore sowie einem leichten Kreislaufmittel fühlte sich Sandra wieder halbwegs fit, und genoss mit ihrem Mann einen wunderschönen Abend – ganz ohne Wolle – wobei sie Danielle bewusst aus dem Weg ging. Die Nacht bestärkte sie in ihrem Wunsch, ihrem Mann ganz gehören zu wollen, selbst wenn ... ja selbst wenn das bedeuten würde, Danielle zu gehorchen. Sandra ahnte, dass die heutige Rettung keineswegs das Ende ihrer Wollerziehung bedeuten würde, und machte sich für die kommenden Tage auf das Schlimmste gefasst.

Schon am nächsten Morgen sollten Sandras Befürchtungen noch weit übertroffen werden.