Walter erinnert sich, Teil V

Kapitel 34 "Walter erinnert sich Teil V"

Inzwischen war der Kellner erneut zum Tisch gekommen (Walter wünschte sich, er würde allein in einem Restaurant auch mal so zuvorkommend bedient werden, wie mit Sandra, die Kellner drängten sich förmlich darum, ihnen ihre Dienste anzubieten), und nahm die Bestellung entgegen. Sandra entschied sich für einen leichten Salat mit Thousand Island Dressing, und Walter wie angekündigt für ein T-Bone Steak mit Beilagen. Walter blieb bei Bier, weil es einfach zum Steak am besten passte, und Sandra verfluchte sich im stillen selbst, weil sie nicht rechtzeitig gefragt hatte, ob sie sich ein großes kühles Getränk würde bestellen dürfen.

Es war ein ungeschriebenes Gesetzt, dass sie sich während einer Strafkleidung ohne ausdrücklicher Erlaubnis nur heißen Tee bestellen durfte, da kühle Getränke der Strafe abträglich sein könnten. Trotzdem durfte sie fast immer auf Eistee umsteigen, denn Walter legte Wert auf ausreichende Menge Flüssigkeit während sie schwitzen musste. Doch jetzt, vorm Kellner, konnte sie ihn unmöglich in passender Form fragen, obwohl sie alles für einen Krug Eistee gegeben hätte. "Für mich .... Tee?" sagte sie, mehr zu Walter als zum Kellner gewandt, in der Hoffnung, Walter würde erkennen, dass dies eigentlich eine Frage an ihn und keine Bestellung war. Mit bittenden Augen versuchte sie Walter zu einer Antwort zu bewegen, bevor der Kellner die Entscheidende Frage stellen konnte, welchen Tee sie meinte. Doch Walter betrachtete sie nur mit spöttisch glitzernden Augen, in denen deutlich stand "du hast die Regeln geändert und lässt mich zappeln? Dann sieh zu, wie du zurecht kommst” “Sadist” dachte sie, doch damit würde sie fertig werden. Erst mal eine Tasse Tee bestellen, und ihn dann demütig fragen, ob sie etwas erfrischenderes haben könne. Der Tee würde dann, wenn überhaupt, erst getrunken werden, wenn er ausgekühlt ist. "Sie möchten sicher ein Glas Eistee, oder lieber gleich einen Krug?” Der Kellner hatte natürlich auch die Schweißtropfen auf Sandras Stirn bemerkt, und so stellte er die Frage eigentlich nicht so abwartend, wie es in dem noblen Clubhotel sonst üblich war. Sandra, korrigierte ihn ohne dabei Walter aus den Augen zu lassen "Nein, ich meinte eine Tasse heißen Früchtetee” "So, da siehst du, dass ich keiner Fehler mache" schienen ihre Augen auszudrücken, doch Walter, der erwartet hatte, dass sie sich so entscheiden würde, konterte sofort "du hast doch sicher Durst, meine Liebe ...?" Sandras Hoffnung auf einen großen Eistee stiegen rapide "... da ist es doch bestimmt besser, wenn du gleich eine ganze Kanne voll bestellst. Und falls du bedenken hast, weil er auskühlen könnte .." An den Kellner gewandt fuhr Walter fort, "Sie haben doch sicherlich vom Zimmerservice Thermoskannen, nicht war?" "Natürlich haben wir die, Sir, sonst noch einen Wunsch?" "Nein, eine große Thermoskanne wirklich heißen Tee, und mein Budweiser, das wäre alles, danke"

Der Kellner verschwand, begierig darauf, den Getränkewunsch seinen Kollegen zu erzählen, während Sandra zugeben musste, in dem Spiel eine Schlacht verloren zu haben. Ihr Glas mit Eiswasser, an dem glitzernde Wassertröpfchen hingen, schien ihr das verlockendste Getränk auf der Welt zu sein, doch sie wusste, sie durfte es nicht anrühren. Nachdem der Tee gebracht, und die erste Tasse eingeschenkt war, befahl ihr Walter, während er sich einen kräftigen Schluck Bud genehmigte "trink aus, du brauchst Flüssigkeit, sonst dehydrierst du noch.." Sandra, die gerade erst begann, sich ein wenig von der Stunde beim Kamin zu erholen, begann erneut zu glühen. "Fühlst du dich nicht wohl, Liebes?", fragte Walter, denn er sah, dass Sandra offensichtlich geschwächt war. Sandras Wiederstandskraft, schmolz förmlich dahin "Sir, ich kann nicht mehr, ich war wegen meinem Benehmen wirklich streng zu mir, und jetzt ... bitte lass uns aufs Zimmer gehen, und dort essen, ich kann einfach nicht mehr, du hast gewonnen"

Walter war nicht der Typ, der nach einem Sieg darauf aus war, Sandra unnötig weiter zu quälen, und so gab der dem Kellner ihre Zimmernummer und den Auftrag, alles in 30 Minuten aufs Zimmer servieren zu lassen. Als sie aufstanden, und Sandra ihr Schultertuch umlegen wollte, nahm er es ihr kopfschüttelnd aus der Hand, und ging mit ihr durch die Winterlandschaft zu ihrem Apartment. Dort flackerte ein künstliches Kaminfeuer, und der Raum war nur indirekt beleuchtet. Walter ließ sich aufs Sofa im Wohnzimmer fallen, und Sandra ließ sich neben ihm auf den Boden nieder. "Obwohl ich noch immer nicht weiß, wie streng du warst, denke ich, deine Strafe ist verbüßt. Wenn du willst, darfst du dich vor dem Essen noch umziehen und frisch machen, aber nur wenn du dich vor meinen Augen ausziehst, damit ich sehe, was du für angemessen gehalten hast?" Sandra nickte nur stumm, und begann sich langsam auszuziehen. Zuerst zog sie die Stiefeletten aus, wodurch Walter in seiner Vermutung über den Catsuit irritiert wurde, denn nicht hellgraue Lambswool sonder weiße Angorawolle bedeckte ihre Füße. Erst als sie die weißen Handschuhe auszog und die Balaclava + Stirnband abnahm, sah er, dass er doch richtig getippt hatte, Ihr Kopf und ihre Hände war von einer hellgrauen Wollschicht bedeckt. Als nächstes öffnete sie die vielen Knöpfe ihrer Strickjacke, zog sie aus, und legte sie sorgfältig über einen Kleiderbügel. Dann zog sie sich den flauschigen weißen Angorapullover über den Kopf und stieg aus dem Rock. Walter war verblüfft. Während sich Sandra die Strickleggins und weiße Angorasocken auszog sah er, dass sie über dem Cat auch noch ein dunkelgraues Rippstrickkleid trug, ein sehr enges Kleid aus einer Mischung von Schurwolle und Angorawolle, das eine doppelt gestrickten aber sehr engen Rollkragen hatte.

Da Walter erwartet hatte, seine Frau nun nur mehr im hellgrauen Cat zu sehen, deutete er ihr, zu ihm zu kommen, und sah sie fragend an. "Wieso zwei Kleider?" "Ich habe, lange überlegt, welche Strafe ich verdiene, und ich versuchte mir vorzustellen, welches Outfit du mir befohlen hättest. Und dann war ich mir nicht sicher, ob du das weiße Angoraensemble gewählt hättest, weil es so hübsch ist, oder das graue Strickkleid, weil es so eng anliegt, und dadurch so warm ist. Und da ... " Sandra stockte etwas, bevor sie ihrem Master in die Augen schaute " .... und da habe ich eben beides gewählt, weil ich dich um keinen Preis ein zweites mal verärgern oder enttäuschen wollte, Sir". Walter war begeistert von der Hingabe seiner Frau, und als er ihr den langsam den Reißverschluss des Catsuits öffnete, bereute er, das Essen nicht erst in zwei Stunden bestellt zu haben. "Ich liebe dich, mein Schatz, und ich bin sehr stolz auf dich."

Er küsste sie lange und leidenschaftlich, und es kostete ihn einige Überwindung, sie endlich ins Bad zu schicken, bevor der Zimmerservice kam. "Jetzt dusch dich schnell, und dann such dir ein hübsches Abenddress, ich bestelle uns inzwischen zwei Flaschen Sekt, und zum Essen einen Riesenkrug Coke und einen Kübel voll Eiswürfel. Was hältst du davon?" "Viel, sofern du dann nicht zu lange mit deinem Steak brauchst, ich habe vielleicht noch eine andere Idee für heute Nacht" antwortete Sandra, und beendete den Satz mit einem leicht koketten " ..... Sir" Sandra war glücklich, ihren Master zufrieden gestellt zu haben, stolz auf ihre Entscheidung, und die selbst auferlegte Strafe, und spätestens als das Essen und die Getränke da waren, und sie mit einer leichten Wollstrumpfhose unter einem schwarzen Kaschmirkleid bei Tisch saßen, was sie wieder ganz die alte. Anschmiegsam, und demütig, aber zugleich schlagfertig, ein wenig vorlaut und verführerisch. Was sie sich für die Nacht hatte einfallen lassen, meinte sie "ist unter meinem Kleid versteckt, und solange dir dein Steak wichtiger ist .. vorläufig für dich tabu, .... Sir".

Walter erinnerte sich mit einem versonnenen Lächeln noch gut daran, wie aufregend er Sandras Idee in dieser Nacht gefunden hatte, und dass er am nächsten Tag viel zu geschafft war, um gleich am Vormittag an Schisport zu denken. .....