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Kapitel 32 "Walter erinnert sich Teil III"
"Sir?" war Sandras leise Erwiderung, während ihr Master sie wohlwollend betrachtete. Später erzählte sie ihm, dass sie glücklich über diesen Blick gewesen war, den er lange auf ihr ruhen ließ, denn er drückte neben Liebe auch Stolz aus, Stolz auf seine Frau, die Art wie sie sich zurechtgemacht hatte und auf ihr Benehmen. Dabei konnte er noch gar nicht wissen, wie streng sie selbst, wegen ihrer Fehler zu Mittag, mich sich gewesen war. "... darf ich sprechen?” Walter nickte nur, ohne seine Augen von ihr zu lassen. "Zuerst möchte ich dir zwei Dinge sagen, ich habe lange überlegt ob ich mir die Handschellen am Rücken anlegen soll, und mich mit dem Ballknebel für meine frechen Bemerkungen zum Schweigen zwingen soll. Aber mit den Handschellen hätte ich mein Tuch nicht richtig halten können, und geknebelt hätte ich mich nicht bei dir entschuldigen können. Und ..." Sandra zögerte, und konnte seinem Blick nicht mehr standhalten, "Ja?" ".. eigentlich sind das nur Ausreden. Ich hab´ mich einfach nicht getraut, mich - ohne dich in der Nähe zu wissen-, in der Öffentlichkeit so hilflos auszuliefern."
"Es ... tut mir leid, .... damit meine ich sowohl mein Benehmen heute mittag, als auch meine Feigheit, die mich abgehalten hat, mich so zu bestrafen, wie ich es verdient habe. Aber ich habe beides in meiner Tasche mitgebracht. Sie liegt neben dem Sofa. Wenn du es möchtest, werde ich mich sofort knebeln, entweder sichtbar, oder versteckt unter dem Stirnband das ich trage, oder dem Schal den ich mitgenommen habe." Erst jetzt bemerkte Walter, dass der obere Rand der Balaclava besonders eng saß, weil sie ein Stirnband in gleicher Farbe und aus der gleichen Wolle darüber gezogen hatte, und er erinnerte sich an die spätere Ergänzung des Sets durch einen langen Schal und das Stirnband. Inzwischen fuhr Sandra fort "und dann habe ich zwei Paar Handschellen mitgenommen, falls du meine Arme nicht auf dem Rücken gefesselt sehen möchtest, sondern sie im Speisesaal an den Sessellehnen fixieren möchtest, oder..." Sandra zögerte erneut, "falls du ohne mich in den Speisesaal gehen möchtest, und mich hier ..." Sandras Blick wanderte zum schmiedeeisernen Ziergitter in dem der Funkenschutz des Kamins eingelassen war " ... zurücklassen möchtest".
Walter war klar, welche Überwindung es für Sandra bedeuten musste, solche Vorschläge zu unterbreiten. Noch näher am Kaminfeuer, zudem noch sichtbar angekettet, würde sie vor Hitze, und mehr noch, vor Scham, vergehen, aber trotzdem fühlte er, wie Ernst es ihr damit war. "Wir werden gemeinsam zu Tisch gehen, mein Schatz, aber nur wenn du eine Bedingung erfüllst". Er ließ sie ein wenig zappeln, obwohl er der Ansicht war, das sie ihre Strafe in der Stunde neben dem Kamin fast schon verbüßt hatte. "Welche Bedingung, Sir?" "Ich möchte, dass du aufstehst, damit ich dich rundherum betrachten kann, und mir dann sagst, was du darunter trägst". Bevor Sandra noch überlegte, platzte ihr schelmisches Wesen aus ihr heraus, und mit einem leichten Lächeln antwortete sie spontan und leicht kokett: "Das sind aber eigentlich ZWEI Bedingungen und nicht eine". Erschrocken über sich selbst blickte sie im nächsten Moment zu Walter, und stellte zu Ihrer Erleichterung fest, das er zwar mit gespielt grimmiger Miene, aber mit einem amüsierten Glitzern in den Augen erwiderte: "Na, gut dann steh´ erst mal nur auf, ich werde versuchen, zu erraten, was du für angebracht gehalten hast. Aber jetzt beeile dich gefälligst, ich Hab´ Hunger, und später ist das Restaurant so überfüllt. Hopp, hopp kleine Wollmaus, bevor ich an der Idee mit dem Kamingitter doch noch gefallen finde."
Schnell stand Sandra auf, denn obwohl sie keine echte Strenge aus seinem Ton heraushörte, war seiner Antwort - selbst halb im Scherz - erschreckend genug. Sie drehte sich einmal wie ein Modell herum, und es war ihr in diesem Augenblick egal, dass Walter nicht der Einzige war, der ihr volle Aufmerksamkeit widmete. Einige Gäste starrten fast schon permanent zu ihnen herüber, und der Barmann putzte seit Minuten an der gleichen Stelle des Tresens, von dem er die beste Sicht auf den Kamin hatte. Jetzt, da sie das dicke Schultertuch nicht mehr ganz so fest vor der Brust zusammenraffte, konnte man sehen, dass Sandra tatsächlich das gesamte Angora-Ensemble trug. Unter dem wadenlangen Rock sah man eine weiße Woll-Leggins in dunkelgrauen Rauchlederstiefeletten verschwinden, die einen kleinen hellgrauen Pelzbesatz hatten, und zwischen dem voluminösen Rollkragen und dem Schultertuch konnte man den Kragen der dazugehörigen Strickjacke erkennen. Da Sandra auch noch die Handschuhe angezogen hatte, war sie von Kopf bis Fuß in flauschige weiße Angorawolle gehüllt. Sandra sah unter dem dunkelroten großen Mohairschal, der so dicht und haarig gearbeitet war, dass er von der Ferne für ein Fell gehalten werden konnte, aus, wie eine weiße Angorawolke. Verstärkt wurde dieser Eindruck noch durch eine schmale aber sehr flauschige Plüschverbrämung, die Walter damals extra bestellt hatte. So waren sämtliche Kanten der Jacke mit einem schmalen, die Manschetten mit einem breiteren Streifen versehen, und neben den Stulpen der Handschuhe, und dem Stirnband war sogar die Gesichtsumrandung der Balaclava eingerahmt worden, was für das Set das berühmte "Tüpfelchen auf dem i" war.
Auch wenn der Schal die Figur ein wenig verbarg, so kannte Walter Sandras Körper doch gut genug, um sofort zu ahnen, das ihre füllige Figur nicht ausschließlich von dem sichtbaren Angoraset stammen konnte, und er fragte sich, wann sie ihm den Rest zeigen würde.
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