Vorbereitung für den Supermarkt

Kapitel 22 “Vorbereitung für den Supermarkt”

Die Nacht verlief ruhig, und als Walter am nächsten Morgen versprach, es würde – da Freitag ist – nicht all zu spät werden, freute sich Sandra schon aufs Wochenende. Natürlich stand ihr noch ein Tag mit Danielle bevor, und Walter hatte trotz aller Streitereien unmissverständlich klar gemacht, dass Danielle nach wie vor das Sagen hatte. Doch der Tag versprach durch die nötigen Vorbereitungen auf die Party abwechslungsreich zu werden, und so war Sandra eigentlich recht zuversichtlich, ihren Vorsatz - zu gehorchen -, erfüllen zu können. Danielle war zudem beim Frühstück ausgesprochen zurückhaltend gewesen, und hatte es Sandra selbst überlassen, sich für den Morgen einzukleiden. Da Sandra die Wünsche ihres Mannes nur zu gut kannte, hatte sie eine leichtes aber flauschiges Strickkleid mit engem Rollkragen gewählt. Ein Modell aus hellblauer Kaschmirwolle mit zartem Muster, dessen Rock sich eng an ihren wohl geformten Körper schmiegen und trotzdem beim Gehen leicht schwingen konnte. Darunter trug sie eine dünne Flauschstrumpfhose und einen leichten Baumwollbody mit Stehkragen. Letzteren hauptsächlich um das teure Kleid nicht zu verschwitzen. Denn, warm war dieses Kaschmirkleid natürlich schon sehr, aber freiwillig war Sandra gerne bereit, diese Unannehmlichkeit für ihren Master in Kauf zu nehmen. Als Walter ihr vor dem Abschied noch ein Kompliment für ihr Aussehen machte, war Sandras Welt für einen Augenblick wieder vollkommen in Ordnung. Sie wollte sich so gerne wieder in der bisher gewohnten Weise seinen Wünschen unterwerfen, ohne Sadismus, ohne fast unmenschlichen Qualen und ohne den stechenden Blick einer Frau, die sich über ihr sichtliches Unbehagen spöttisch lächelnd amüsiert.

“So, jetzt da Walter zur Arbeit gefahren ist, wird es Zeit, dass du dich um deine Arbeit kümmerst. Du wirst erst mal alles was nicht vom Partyservice kommt, aus dem Supermarkt holen. Ich schreibe einstweilen die Listen, während du dich umziehen gehst”. Danielle drehten sich um, und ging ohne weiterer Anweisungen in die Küche. Sandra war etwas erstaunt, da sie doch mit – keineswegs angenehmen - Vorschriften für ihre Tageskleidung gerechnet hatte. Schulterzuckend ging sie in ihr Zimmer und erkannte sofort, dass sie sich zu früh über fehlende Anweisungen gefreut hatte. Auf ihrem Bett lag fein säuberlich aufgebreitet ein Kleiderstapel, der die Grundidee – ihre Erziehung zur Wollsklavin – deutlich in den Mittelpunkt rückte. Zuerst fand sie einen schwarzen Rollkragenbody aus feiner Shetlandwolle, zusammen mit einer Rippstrumpfhose aus Polyacryl. Eigentlich konnte sie kratzige Sachen direkt am Körper nicht leiden, schon gar nicht, wenn sie – wie in diesem Fall - darüber ein enges Korselett und eine Langbeinmiederhose tragen musste. Aber schließlich hatte sie sich vorgenommen zu gehorchen, also zog sie die Sachen ebenso an, wie den daneben liegenden weißen Rolli aus dickem Sweatshirtstoff – dessen Kragen sie fast nicht übers Gesicht ziehen konnte, weil er so eng war. Sie bedauerte auch, als nächste Schicht eine Angorastrumpfhose zu finden, da sie es, wenn sie schon schwitzen musste, vorgezogen hätte, die Angorawolle direkt am Körper, und nicht als zweite Schicht, tragen zu können. Den Abschluss bildete ein schwerer dunkelblauer Jogginganzug aus dickem Polarfleece, dessen Shirt eine dicke Kapuze und vorne eine durchgehende Kängurutasche hatte. Gerade als sie die Turnschuhe zugebunden hatte, kam Danielle – natürlich ohne anzuklopfen – ins Zimmer. Inzwischen begann Sandra bereits leicht zu schwitzen, und - was noch viel unangenehmer war - , es begann sie am Kragen und an verschiedenen Stellen zu jucken. Auch wenn sie die kratzigen Sachen nicht sonderlich mochte, so stark hatte sie noch nie darauf reagiert. Erst als Danielle ihrem Opfer die Hände in der durchgehenden Bauchtasche des Fleecesweaters mit Handschellen und einer Kette um den Bauch gefesselt hatte, erhielt Sandra eine Erklärung für den ungewöhnlich starken Juckreiz.

“So meine Liebe, nun gehen wir einkaufen, und zum Tragen bekommst du einen Rucksack. Denn deine Handschellen werde ich dir besser nicht mehr abnehmen, ich könnte mir nämlich vorstellen, dass dich die Mineralwolle mit der ich deine Wäsche gründlich eingerieben habe, langsam zu jucken beginnt, und wir wollen doch nicht, dass du dir im Supermarkt alle Kleider vom Leib reißt, oder? Walter hat zwar den Einsatz von Folie und Wärmesalbe untersagt, aber andererseits wörtlich auf eine “Wollbehandlung” bestanden. Also genieße deine “Mineralwolle”. Mit diesen Worten rieb Danielle, die Selbst Gummihandschuhe trug, Sandra mit einem kleinen Stück weichen gelben Dämmstoff – wie er zur Dachbodenisolierung verwendet wird – auch noch übers Gesicht. Die kleinen Fasern der Mineralwolle begannen sofort, den Juckreiz auf ihr Gesicht auszudehnen. Sandra spürte, wie die Fasern ihren ganzen Körper – durch den Body sogar intime Stellen – zu stimulieren begann. Und das leider keineswegs auf eine angenehme oder gar erotische Art.

So wurde Sandras Vorsatz, ihrem Master zu Liebe Gehorsam zu sein, schon wenige Minuten nach seiner Abfahrt auf eine harte Probe gestellt.