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Kapitel 23 “Im Supermarkt”
Sandra war viel zu perplex gewesen, um der Hand mit der Glasfaser auszuweichen. Noch immer konnte sie die Gemeinheiten und den Sadismus, den Danielle durch ihre Ideen zum Ausdruck brachte, nicht voraussehen oder gar etwas dagegen tun. Bisher war ihre Welt von der Strenge aber auch der Liebe ihres Mannes beherrscht worden, in der es zwar etliche Unannehmlichkeiten, aber niemals Grausamkeiten oder Sadismus gegeben hatte. Wenn sie ungehorsam war, und Walter sie strafweise “vorführen” wollte, geschah dies meist trotz allem mit einem Hauch von Erotik. Wenn sie die strenge und oft viel zu warme und auffällige Kleidung demütig und mit gesengtem Blick ertrug, und ihm, wenn er ihr Kinn hob, trotz der Schweißperlen auf der Stirn ein Lächeln schenkte, erkannte sie, dass er stolz auf ihren Gehorsam war. Bei Danielle ging es ausschließlich darum, dass SIE stolz auf ihre Einfälle war, wie Sandra möglichst hart zu treffen und maximal zu demütigen war.
Die Kleidung von Sandra war eng, viel zu warm und juckte unerträglich, doch trotzdem kam kein einziger Laut über ihre Lippen, als sie gemeinsam die Treppe hinunter gingen. “Damit wir uns richtig verstehen ... du hast während des gesamten Ausfluges zu schweigen, jeder Laut bedeutet zu Hause eine Strafe! Du darfst dich nicht auffällig benehmen. Also beispielsweise irgendwo reiben um dich zu kratzen oder so ... sobald ich dich dabei erwische, setzt es eine Strafe! Du darfst dir keine Erleichterungen suchen, also zum Beispiel in den Schatten stellen, wenn auch Sonne vorhanden ist oder so ... Was passiert, wenn ich dich dabei erwische..”? Danielle riss Sandra an den Haaren zurück und sah ihr direkt in die Augen. “Dann ... bestrafst du mich” “Lauter! Und vor allem vollständig.” Außerdem halte ich es für besser, wenn du “Sie” zu mir sagst ... Also ... !” “Dann bestrafen Sie mich, Madame” .. brachte Sandra nach mehrmaligen Schlucken hervor. “Na also, geht doch, aber für den Blick vorhin hast du dir bereits die erste Strafe verdient. Ich würde sagen ... Fahrt hinter dem Rücksitz, mit zwei Decken übern Kopf ist angemessen. Also los, wir haben nicht den ganzen Tag Zeit, ab ins Auto”. Zuerst schnallte Danielle noch einen großen Rucksack auf Sandras Rücken und nahm zwei Sporttaschen mit breitem Schultergurt mit.
Auf dem Weg zur Garage nahm sie dann tatsächlich zwei dicke Velours-Flauschdecken aus einem Schrank, legte sie auf den Notsitz ihres Sportwagens, und zwang Sandra, sich hinter den Vordersitz auf den Boden zu zwängen. Dann schlug sie die beiden Decken über Sandras Kopf, stopfte sie rund herum gut fest, rückte die Sitze möglichst weit nach hinten und fuhr zum Supermarkt. Dort angekommen musste sich Sandra trotz der Handschellen ohne Hilfe aus dem Wagen und den Decken befreien. Danielle lief zügig durch den Supermarkt wobei Sandra trotz – unterm Sweater -gefesselter Hände, den Einkaufswagen schieben musste. Die neugierigen Blicke der anderen Kunden schienen Danielle gar nicht aufzufallen, während Sandra am liebsten im Erdboden verschwunden wäre. Sandra bemühte sich, mit dem Einkaufswagen zurecht zu kommen, doch da sie die Stange wegen der Handschellen nur in der Mitte halten konnte, gelang es ihr nicht immer, den Wagen unfallfrei zu lenken. Als sie so an den Wagen einer anderen Kundin anstieß, war es für sie selbstverständlich, sich zu entschuldigen. Im selben Moment sah sie jedoch das Aufblitzen in Danielles Augen und erinnerte sich an ihr Sprechverbot und die Drohung, bei einem Verstoß bestraft zu werden.
Schnell senkte sie den Blick, und versuchte gleichzeitig auf ihren Weg zu achten, und den unerträglichen Juckreiz und die Hitze unter ihren Sachen zu ignorieren. In der Zwischenzeit hatte Danielle einige Saucen, sowie diverse Weinflaschen im Einkaufwagen verstaut, und schlenderte zu einem Werbestand mit Kräckern. Die Werbedame bot ihr einen mit Käse belegten Kräcker an, und während Sandra die Kostprobe stumm ablehnte, fand Danielle eine neue Variante ihres teuflischen Spiels mit ihrem Opfer. Sie öffnete ein großes Glas “Sambal Olek – Very Hot and Spicy” das sie zu den mexikanischen Tortillias gekauft hatte, bat die Werbedame um einen ihrer Kräcker ohne Belag, und schaufelte eine beträchtliche Portion auf den Kräcker. “Das sollten sie besser nicht tun, ich kenne diese Sauce, die verdient den Namen “Very Hot” wirklich. Mit einem unserer Kräcker als Unterlage darf man da höchstens den Rand eintauchen” warnte sie die Verkäuferin. “Keine Sorge, meine Liebe, ich werde das auch nicht essen, ... Sandra, kommst du bitte mal, du erinnerst dich doch sicher an unser Gespräch heute Morgen, da erwähnte ich noch, du würdest vielleicht Gelegenheit bekommen, deine Lieblingssauce gleich im Geschäft zu kosten. Komm schon, mach schön den Mund auf”. Mit diesen Worten schob Danielle Sandra den ganzen Kräcker mit der scharfen Sauce in den Mund, und sah genüsslich zu, wie Sandra die Tränen in die Augen stiegen. Da sie nicht sprechen durfte, und sich “keine Erleichterung” verschaffen durfte, blieb ihr nichts anders übrig, als die scharfe Sauce so rasch als möglich zu schlucken. Das Gewürz trieb ihr noch zusätzliche Schweißperlen auf die Stirn, und während sie glaubte, innerlich zu verglühen war ihr einziger Gedanke, zurück zum Wagen zu kommen, egal in welcher Stellung sie darin verpackt werden würde.
Als sie endlich durch die Kasse kamen, bat Danielle den Kassengehilfen, die Sachen doch gleich in Sandras Rucksack, anstatt in Papiertüten zu verstauen. Erstaunt erfüllte der junge Mann den Wunsch, und bemerkte dabei kopfschüttelnd, wie warm Sandra unter dem Sweater angezogen war. Als sie endlich beim Auto angelangt waren, öffnete Danielle die Fahrertüre drehte sich um und fand spontan eine weitere Demütigung für Sandra. Sie stieg ein und befahl Sandra, sich neben der Fahrertüre zu bücken. Während Danielle ihr die dicke Kapuze des Fleecesweaters über den Kopf zog, und die Kordel so fest verknotete, dass gerade noch Sandras Augen und die Nase sichtbar waren, meinte sie betont beiläufig : “Ich habe noch ein paar Besorgungen für die Party zu machen, du wirst einstweilen nach Hause gehen. Es sind ja höchstens 2 ½ Meilen, und mit der Kapuze wirst du auch keinen Sonnenbrand bekommen. Du hast eine halbe Stunde Zeit, da du aber keine Uhr trägst, würde ich dir raten, dich zu beeilen, denn wenn ich auf dich warten muss, bedeutete das eine Zusatzstrafe. Also los, und meide Schatten, du kannst schließlich nie wissen ob ich dich beobachte”
Mit dem schweren Rucksack, der juckenden und furchtbar warmen Kleidung, und dem Brennen in der Kehle machte sich Sandra in der Mittagshitze auf den Weg.
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