Hausarbeit vor der Party

Kapitel 35 "Hausarbeit vor der Party"

Walters Erinnerungen kehrten in die Gegenwart zurück, und er fragte sich, ob Sandra ihn mit der Geste, neben dem Frühstückstisch zu knien, an jene Tage in Aspen erinnern wollte, und ob es auch hier in San Diego so schön sein könnte, wie in dem verschneiten Wintersportort. Er ließ ihr Verhalten seit der Abfahrt aus Seattle Revue passieren, und fand, seit er den ihren Versuch, besonders unangenehme Sachen zu "vergessen" entlarvt hatte, gab es eigentlich ihm gegenüber kaum Rebellion oder absichtliche Fehler. Lediglich die Vorstellung im Bügelzimmer, bei der ihr nicht Bewusst war, dass sie gesehen wurde, trübte das Bild. Sollte seine Meinung von ihr wirklich so von Liebe und männlicher Eitelkeit verzerrt sein, wie Danielle das behauptete? Oder war es Danielles übertriebener Sadismus, der Sandra zu Abwehr zwang? Er konnte nicht sagen, was zutreffender war, und so beschloss er, Sandra und Danielle genau zu beobachten.

Dazu bekam er auch gleich Gelegenheit, denn beide kamen gemeinsam die Treppe hinunter. Sandra trug nun keinen Rock mehr, sonder einen dunkelgrauen Catsuit aus schwerer Schurwolle, mit angestrickter Kapuze, die lediglich einen 8 cm hohen Augenschlitz hatte, und sonst komplett geschlossen war. Darüber trug sie einen durchsichtigen Plastikoverall, der am Hals mit einem Riemen eng geschlossen war, und eine Kapuze hatte, die nur das Gesicht frei ließ. Enge schwarze Gummihandschuhe, deren Stulpen weit über den Overall, fast bis zu den Ellenbogen reichten, und ebenfalls schwarze Latexstiefel mit vergleichsweise moderaten Absätzen vervollkommnenden das Outfit. Danielle erklärte ihm, Sandra hätte am Zimmer ein leichtes Frühstück und vor allem genug zu trinken bekommen, um jetzt gleich mit der Hausarbeit beginnen zu können, und befahl ihr, erst mal die Küche sauber zu machen.

"Ich dachte, so ein wasserdichtes Arbeitsdress, unter dem Du sie trotzdem hübsch in Wolle verpackt siehst, würde dir gefallen?" meinte Danielle mit einem leicht hinterhältigen Lächeln, während sie sich einen Orangesaft nahm. "Damit kann nichts nass oder schmutzig werden, und sie ist trotzdem nett anzusehen". Walter musste ihr zustimmen, obwohl er vermutete, dass Sandra unter dem sichtbaren Catsuit noch in weiteren warmen Sachen stecken würde, und es daher alles andere als eine bequeme Arbeitskleidung sein musste. Vor allem, wenn später die starke Sommersonne des südlichen Kaliforniens auf ihre Plastikverpackung, und die dunkle Wollschicht darunter treffen würde, war vorauszusehen, dass das Outfit zur tragbaren Sauna werden würde. Natürlich hatte Sandra genau diese Entwicklung im Sinn gehabt, als sie Sandra befohlen hatte, sich die Jacke, den Lederrock und das schwarze Strickkleid auszuziehen, und ihr stattdessen den doppelschichtigen Overall vor die Nase hielt. Da Sandra ja noch Wollbody samt Strumpfhose und den dicken Angorarolli mit der zugehörigen Leggins trug, stieg sie nur höchst unwillig in den dicken Catsuit, der neben der sichtbaren Schurwollschicht innen noch eine zweite Lage aus warmer Lambswool hatte. Den Anzug hatte sie schon seit Jahren, ihn aber nie leiden können, da ihr die angestrickten Handschuhe und Füßlinge ebenso unsympathisch waren, wie die enge Kapuze, die – erst mal geschlossen und gesichert nur mehr ihre Augen frei ließen. Als Danielle sich anschicket, ihr bei der Kapuze behilflich zu sein, ahnte Sandra bereits, dass das keine plötzliche Nächstenliebe war. Bevor sie noch genauer darüber nachdenken konnte, drückte ihr Danielle schon von hinten einen dicken Gummistreifen mit einem kleinen Ball auf die Lippen, zwang ihr den Ball zwischen die Zähne und schnallte ihr die Riemen des Knebels am Hinterkopf fest. Sandras untere Gesichtshälfte war nun mit einem breiten und eng anliegenden Gummistreifen bedeckt, und als Danielle von vorne eine kleine Ballonpumpe in ein Ventil in der Mitte des Streifens stecke, war klar, dass es sich um einen aufblasbaren Knebel handelte, die nicht aus Walters bzw. Sandras Besitz stammte. Mit schnellen Stößen füllte sie den Gummiballon in Sandras Mund mit Luft, und da Sandra durch den breiten Gummistreifen ihre Wangen nicht aufblähen konnte, war ihre Zunge bald völlig gesichert, und außer einem dumpfen Brummen konnte kein Laut von ihr vernommen werden.

Mit einem Ruck stülpte Danielle Sandra die Kapuze, die vorne am Kragen angestrickt war über das Gesicht, zog den Reißverschluss vom Hinterkopf bis zum Kragen zu und sicherte ihn mit einem kleinen Schloss im Nacken. Sandra hatte nun gar keine Gelegenheit mehr, an ihre Knebel heranzukommen, selbst wenn sie mit den dicken Fingerhandschuhen in der Lage gewesen wäre, die kleinen Schnallen am Hinterkopf zu ertasten. Sandra ballte die Hände mehrmals zur Faust, eigentlich, weil sie wütend über die Knebel war, aber auch um zu zeigen, wie wenig sie mit so verpackten Fingern würde greifen können. Danielle hingegen verstand sie absichtlich falsch, und meinte "du hast recht, deine Wollfinger werden bei der Hausarbeit ganz schmutzig, da wirst du besser Gummihandschuhe darüber tragen. Oder ..." Danielle schoss eine geniale Idee durch den Kopf. Sie erinnerte sich an den durchsichtigen engen PVC-Anzug, den sie mal selbst getragen hatte, allerdings ohne irgend etwas darunter, und fand, das sei die ideale Ergänzung zu der warmen Kleidung. Die Wollsachen würden dadurch geschützt sein, aber gleichzeitig gut sichtbar, und die enge Plastikschicht über der dunklen Wolle würde später am Tag in der Sonne die reinste Sauna abgeben. "So, und nun ab zur Arbeit, es gibt noch eine Menge zu tun bis die Party beginnen kann".

Walter hatte die Kleidung von Sandra richtig eingeschätzt, und als er gegen Mittag beobachtete, wie sie in der prallen Sonne die Gartenmöbel putzen musste, sah er, wie sie immer wieder kurz inne halten musste, um nicht wegen der enormen Hitze in ihrem Anzug umzukippen. Walter bemerkte, wie knapp seine Frau vor einem Kreislaufkollaps oder Hitzschlag war, und auch, dass Danielle sie vom Pool aus mit einem spöttischen Lächeln verfolgte, ohne zu reagieren.

Nun wusste er, dass es Zeit war, Danielles Sadismus ein Ende zu bereiten, und vielleicht ... ja vielleicht könnte er auch DAS zu einem wolligen Ereignis machen?