Die Wende

Kapitel 37 “Die Wende”

Walter hatte keine große Lust, heute am Tag der Party mit Danielle zu streiten, deshalb hielt er es für das Beste, ihr scheinbar noch die Kontrolle über Sandra zu belassen, und die "Befreiung" seiner Frau nicht direkt als Affront für Danielle zu gestalten. Er schlenderte ohne seine Frau zu beachten zum Pool und setze sich neben Danielle. "Meinst du nicht, das du bei Sandras Outfit übertrieben hast? Nicht nur, dass sie knallrot im Gesicht ist, sie schwankt manchmal, dass man jeden Augenblick mit einem Kreislaufkollaps rechnen muss!" "Ach, ihr Männer! Es ist wirklich erstaunlich, wie ihr in der Wirtschaft nach wie vor den Ton angeben könnt, wenn ihr so leicht zu bluffen seid. Hast du denn die Waffen einer Frau noch immer nicht einmal ansatzweise durchschaut? "Das arme Ding, schmachtet vor sich hin und ist einer Ohmacht nahe?” Oder was, die kann ihre Schwindelanfälle ein-, und ausschalten wie du den Fernseher. Merkst du denn nicht, wie sie leidet, wenn sie Publikum, speziell dich, in der Nähe weiß? Glaub mir, ich habe schon ganz andere Schauspielerinnen durchschaut. Lass mich nur machen, Walter, ich verspreche dir, wenn ich mit ihr fertig bin, wir sie sich solche Mätzchen nicht mehr erlauben!"

Walter sah absolut keine Möglichkeit, Danielle mit sanfter Überredung von ihrem harten Kurs abzubringen, und gleichzeitig glaubte er ihr nicht. Vielleicht maß Danielle da nach den eigenen Schuhen, doch Sandra, da war er sich sicher, war keine so gute Schauspielerin! Jedes mal, wenn sie versucht hatte, in ihrem kleinen Geplänkel einen Trick zu versuchen, hatte er es ihr sofort angesehen. Probeweise ist er sogar mehrmals darauf eingestiegen, und hatte so getan, als würde er dem Geflunker glauben, doch spätestens wenn Sandra damit tatsächlich gewonnen hätte, brachte sie es nicht mehr fertig, die Sache durchzuziehen. Sie kam dann reumütig, gestand ihren Versuch, ihn auszutricksen, und bat sogar um eine Strafe. "Eigentlich habe ich ihr bei der Abfahrt in Seattle gar keine Chance gegeben, ihren Versuch, die unangenehmsten Stücke zu "vergessen", abzubrechen. Vielleicht, ja sogar wahrscheinlich hätte sie keine 10 Meilen mit dem "Sieg" weiterfahren können, ohne ihm den fehlenden Karton zu beichten. Ein Grund mehr, die Sache mit Danielle abzubrechen" dachte er bei sich. Zu Danielle gewandt antwortete er "Genau das ist der springende Punkt, Danielle, zumindest für heute BIST du mit Sandra fertig! Ich will keine Scherereien auf der Party, Sandra soll sich wohlfühlen und die Gäste, die für mich wichtig sind, als meine Frau unterhalten und nicht als Sklavin verpackt abstoßen. Da du wohl kaum in Deine offizielle Rolle als Dienstmädchen schlüpfen wirst wollen, habe ich entsprechendes Personal beim Partyservice mitbestellt, und du kannst dir den Abend frei nehmen". "Soll das heißen, ich bin bei Deiner Party unerwünscht?" fauchte Danielle gereizt. "Wenn du es so ausdrücken möchtest .... Mir wäre es lieber gewesen, du hättest es als Freizeit betrachtet, aber Tatsache ist, dass in meinem Job kein Platz für Deine Spielchen ist, und da diese Party zu 90% meinem Job gewidmet ist .... Also mach bitte keine Szene deswegen, hol Sandra ins Haus, und hilf ihr aus ihren Sachen. Du kannst es meinetwegen als Deine Entscheidung ausgeben, dass sie sich umziehen darf, was sie anzieht ist aber nicht mehr Deine Sache. Sag ihr, sie soll sich für den Rest des Tages anziehen was sie will. Für die Party ist es ebenfalls ihre Entscheidung, sie darf sich etwas aussuchen, und du wirst sehen, sie wird wissen, wie sie sich diskret und doch meinen Vorlieben entsprechend kleiden und benehmen kann. Auch ohne Druck oder Gemeinheiten. Habe ich mich klar ausgedrückt?" "Glasklar" antwortete Danielle, und ihre Stimme klang dabei so hart wie Glas.

Während Danielle ins Haus ging, überlegte sie fieberhaft, wie sie Sandra doch noch in ihrer Gewalt behalten konnte. Um Walter zu überzeugen, musste Sandra schon einen ziemlich heftigen Verstoß von Regeln begehen, aber wie sollte das gelingen, wenn es plötzlich praktisch keine Regeln mehr gab? Ohne viel zu erklären, befahl Danielle Sandra, in Haus mit zukommen und öffnete ihr die Plastik-, bzw. Wollverpackung soweit, dass sich Sandra, wenn auch mühsam selbst befreien konnte. "Für den Rest des Tages hast du frei. Ich bin zwar dagegen, aber dein Master will, dass du dich heute abend austoben kannst, und dich dabei nur in leichte - oder besser gar nicht in Wolle kleidest" log Danielle, in der Hoffnung, Sandra würde die Gelegenheit nutzen, und möglichst viele Dinge tun, die Walter missfallen. "Auch deine Benimmregeln sind für heute außer Kraft gesetzt. Also genieße es in vollen Zügen, denn Morgen habe ich wieder das Kommando. Ich habe keine Lust, mit den langweiligen Typen aus Walters Firma herum zu stehen, also bist du ohne Aufsicht. Die restlichen Vorbereitungen übernimmt der Partyservice Ach ja, noch ein Tipp, Walter solltest du besser in Ruhe lassen, er will die ganze Sache bestimmt nicht in meiner Abwesenheit mit dir durchkauen".

Mit diesen Worten verließ Danielle Sandras Zimmer, und ließ eine erschöpfte Frau zurück, die nicht sicher wusste, ob sie sich freuen sollte, erleichtert die Gelegenheit zur Entspannung nutzen sollte, oder ihrem Mann beweisen sollte, dass sie sich auch ohne Aufseherin und trotz der Hitze in San Diego so benehme konnte, wie er es aus Seattle gewohnt war.

Sandra gönnte sich eine lange Dusche, und überlegte, was sie tun sollte. Natürlich wäre sie liebend gern im Bikini zum Pool gegangen, aber würde klug sein? Sie wollte Walter beweisen, dass sie ihm seine Wünsche erfüllte, auch ohne Druck oder sadistischen Zwängen einer Domina, ja und Danielle würde auch noch im Haus sein, und ihr würde sie die Genugtuung nicht gönnen, das Walters Gesichtsausdruck womöglich trotz der Erlaubnis Missbilligung oder Enttäuschung ausdrücken würde, wenn sie in Badekleidung anstelle des von ihm so gern gesehenen Outfits zu ihm ginge. Außerdem wollte sie? Danielles Warnung hin oder her, mit Walter sprechen, den wer weiß, wann sie ab Morgen wieder Gelegenheit dazu bekommen würde, und sie war sich sicher, seine Bereitschaft, ihr zuzuhören würde wesentlich größer sein, wenn sein Blick dabei auf ein für ihn hübschen Anblick ruhen könnte. Also ging sie, das erste Mal, seit sie dieses Haus bezogen hatten allein zu den Kleiderschränken, um sich ein passendes Outfit zusammen zu stellen.