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Kapitel 5 ”Die Veränderung”
Sandra war verzweifelt. Natürlich war ihr klar, dass sie Strafe verdient hatte, aber sie hatte gehofft, währende der Fahrt verpackt zu werden, womit sie sich in einer Art Halbschlaf der Hitze ihres Outfits hätte ein wenig entziehen können. Aber in der von ihr vorgeschlagenen Kleidung auf die sonnige Terrasse eines Restaurants zu gehen, erforderte all ihren Willen zum Gehorsam. Vor allem den Wollschal, noch dazu über die Kapuze des Mantels geschlungen, bereute sie nun zu tiefst. Hätte sie ihn nicht erwähnt, wäre sie dann zu milde mit sich gewesen? Diese Frage nagte an ihr, während sie sich die Kleidungsstücke aus ihrem Reisekoffer suchte, und sich Schicht für Schicht verpackte. Zwei Paar Handschuhe! Warum hatte sie so übertrieben?
In ihrem Innersten kannte sie die Antwort, sie wollte das Vertrauen ihres Masters zurück gewinnen, aber ihr Verstand und vor allem ihr Schamgefühl sträubten sich gegen diese erzwungene Selbstbestrafung. Trotzdem zog sie die drei Rollkragen bis hart unters Kinn, bevor sie die obersten Knöpfe ihres Mantels verschloss, die innen doppelt gefütterte Kapuze über den Kopf zog und den etwas dunkler gehaltenen Lambswool/Angora-Schal drei mal um ihren Hals wand. Sie achtete darauf, dass der Schal – wenn auch locker – Mund und Nase bedeckte, schlüpfte in ihre schwarzen Stiefeletten, stieg aus und verschloss den Transporter. Erst jetzt zog sie die beiden Paare Wollhandschuhe über, da sie befürchtet hatte, den Autoschlüssel sonst nicht verwenden zu können.
Im klimatisierten Van war ihr die Hitze des Tages noch gar nicht richtig bewusst geworden und traf sie daher fast wie ein Schlag. Mit gesengtem Kopf und unsicheren Schritten näherte sie sich der Terrasse. Da sie jetzt von Kopf bis Fuß in mehreren Schichten Wolle in verschiedenen dunklen Grautönen verpackt war, hatte die strahlende Sonne eine besonders rasche und intensive Wirkung und zudem hatte sich der schwarze Asphalt bereits stark erhitzt, und wirkte wie eine zusätzliche Wärmequelle von unten. Auch hatte ihr Mann den Wagen am hintersten Ende des Parkplatzes abgestellt. Deshalb hatte sie ursprünglich auch gedacht, sie würden gleich weiter fahren, und nun musste sie jetzt den Vorteil - sich fast unbemerkt umziehen zu können - mit einem rund 200 Meter Fußmarsch über einen schattenlosen Parkplatz “bezahlen”. Neben der Einfahrt bemerkte sie ein elektronisches Werbeplakat, dass zwischendurch auch die aktuelle Temperatur anzeigte. 85 Grad Fahrenheit, also 29 Grad im Schatten!
Als sie auf der Terrasse ankam, standen bereit kleine Schweißperlen auf ihrer Stirn – übrigens der einzigen sichtbaren Haut ihres Körpers. Vorsichtig nährte sie sich dem Tisch, an dem ihr Master mit dem Rücken zum Eingang unter einem Sonnenschirm sitzend die Aussicht genoss. Da sie unsicher war, ob und wo sie sich hinsetzen durfte, blieb sie stehen. Die anderen Gäste starrten Sandra mehr oder weniger unverhohlen an, und am liebsten wäre sie im Erdboden versunken. Sie streckte die Hand aus und hielt ihm die Wagenschlüssel entgegen, um so seine Aufmerksamkeit zu gewinnen. Es schien ihr endlos zu dauern, bis er reagierte. Er musterte sie von Kopf bis Fuß, schien den angebotenen Schlüssel gar nicht zu bemerken und sagte mit harter Stimme, ohne sie anzusehen: “Du hast das Schultertuch vergessen” Sandra wurde um eine weitere Schattierung dunkler im Gesicht und stammelte “aber das hab´ ich doch gar nicht ... das war doch nur..” Mit einem eiskalten Blick sah er ihr direkt in die Augen, hob er den Kopf und wiederholte seine Bemerkung. “Ich sagte, du hast das Schultertuch vergessen!”
Er drehte demonstrativ das Handgelenk und befahl ihr mit schneidender Stimme “Du hast exakt eine Minute um mit dem Tuch hier zu stehen, los jetzt!”
Sandra war total geschockt. Diesen Ton und diesen Blick hatte sie noch nie bei ihrem Mann gesehen, nicht einmal wenn er sehr wütend war. Sie schloss die Faust um die Schlüssel, drehte sich um und ging, so schnell es der Rock und der Mantel erlaubten (beides reichte ihr schließlich bis zu den Knöcheln und war eng geschnitten) Richtung Platz. Die Worte ihres Masters wirbelten ihr kreuz und quer durch den Kopf, und sie war unfähig einen klaren Gedanken zu fassen. Nachdem sie den Wagen erreicht hatte, öffnete sie mit zitternder Hand die Tür, ergriff das dicke grau gemusterte Wolltuch und eilte zurück. Auf dem Weg zum Restaurant hüllte sie sich in das Tuch und war sich nicht klar, ob mehr als die befohlene Minute vergangen war, als sie schwer atmend und total verschwitzt den Tisch erreichte.
Diesmal reagierte er sofort. Ganz der zuvorkommende Ehemann stand er auf, und rückte ihr eine Stuhl zurecht. Erschöpft ließ sie sich nieder, diesmal nicht mehr überrascht über seine Wahl. Der Stuhl stand direkt in der prallen Sonne. Die Kellnerin nähert sich zögernd konnte ihr Erstaunen kaum verbergen, während sie Sandra nach ihren Wünschen fragte. Das war die nächste Gefahr für Sandra etwas falsch zu machen. Sie sehnte sich nach einem riesigen Glas Eistee oder auch nur Wasser, aber sie wagte nicht, ein erfrischendes Getränk zu bestellen. Gleichzeitig brachte sie es nicht fertig, in ihrem erhitzten Zustand auch noch ein warmes Getränk zu bestellen, so entschied sie sich für ein leises “Danke, im Moment möchte ich nichts”. Ihr Mann blickte erstaunt auf und meinte so laut, dass es auch die Kellnerin hören musste: “ Aber meine Liebe, du solltest unbedingt etwas trinken, so verschwitzt wie du sein musst, ist es dringend nötig, für Nachschub zu sorgen. Bringen sie meiner Frau doch bitte eine große Kanne heißen Kräutertee.” Kopfschüttelnd entfernte sich die Kellnerin, und Sandra war den Tränen nahe. Sie hatte das Gefühl innerlich zu kochen, und ein heißer Tee war das Letzte, wonach ihr war.
“Während du dich umgezogen hast, habe ich mit Peter telefoniert. Du erinnerst dich sicher an Sir Peter. Er hat eine Menge Bekannte im Süden des Landes, und konnte mir eine Telefonnummer von einem “Studio” in Tijuana, unmittelbar nach der Grenze geben. Und stell die vor, ich habe dort sofort jemanden gefunden, der bereit wäre, als unser Hausmädchen nach San Diego zu kommen. Sie heißt Danielle und will es zumindest versuchen. Erneut war Sandra verwirrt. Wenn es sich um die Art “Studio” handelte, die sie vermutete, waren dort Dominas und Sex-Sklavinnen, aber doch keine qualifizierten Hausmädchen zu finden. Und da sich ihr Mann bisher noch nie um die Putzfrau oder ähnliche Dinge gekümmert hatte, wagte sie trotz ihres Zustandes einen Protest. “Glaubst du wirklich, eine dieser “Damen” versteht etwas von Haushaltsführung? Mit den lackierten Fingernägeln können die doch nicht mal einen Geschirrspüler ausräumen”
“Das muss sie auch nicht können mein Schatz. Denn das wird ausschließlich DEINE Aufgabe sein. Danielle ist nur dazu da, DICH zu überwachen. Sie wird deine Erziehung nach meinen Wünschen vervollständigen, und darauf achten, dass du die Bekleidungsstrafen, die du erhalten wirst, befolgst. DU wirst SIE bedienen dürfen und ihre Anweisungen bis auf die letzte Wollfaser erfüllen.”
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