|
Kapitel 4 ”Die Strafe”
Sandra schlich fast wie in Trance ins Haus und kam wenig später mit dem Karton zurück zum Transporter. Der Karton schien immer schwerer zu werden, und sie versuchte, an keines der enthaltenen Kleidungsstücke zu denken, da sie alle mit ihrer bevorstehenden Strafe in Verbindung gebracht hätte. Natürlich bewirkte sie damit genau das Gegenteil und so sah sie sich in Gedanken schon fest verpackt auf dem Beifahrersitz schwitzen.
Als sie den Wagen erreicht hatte, fand sie die seitliche Schiebetüre des Vans offen und ihren Master hinterm Steuer wartend. Unsicher blieb sie stehen, und sah ihren Mann fragend an. “Willst du den Karton nicht einladen?” fragte er betont gleichgültig. “Natürlich, aber ... meine Strafe? Hast Du keine Anweisungen für mich?” “Steig endlich ein, damit wir fahren können, ich möchte heute noch das Hilton in San Francisco erreichen”. Wortlos verstaute Sandra den Karton, schloss die Schiebetüre und stieg in die Kabine. Fast als wollte sie sich verstecken, hüllte sie sich in das Schaltuch, schnallte sich an und fixierte einen unsichtbaren Punkt auf dem Handschuhfach, während ihr Mann losfuhr.
Sie war total verwirrt. Bisher hatte sie sich stets ausmalen können, welche Strafe ihr bevorstand, doch diesmal konnte sie die Reaktion ihres Masters einfach nicht deuten. Diese Ruhe und scheinbare Gelassenheit Angesichts einer Verfehlung, die ihre bisherigen Unachtsamkeiten oder kleinen Frechheiten bei Weitem über traf – einfach, weil es ein geplanter Verstoß war - erschien ihr schlimmer als jeder Wutausbruch. Sie liebte ihren Mann, wollte ihm gehorchen, und plötzlich kam ihr die ganze Sache so vollkommen idiotisch vor. Bei einem halben Lieferwagen voller Wollsachen EINEN Karton zu unterschlagen, erschien ihr nun so absolut sinnlos! Während der nächsten Stunden versuchte sie mehrmals vergeblich, die richtigen Worte für eine Entschuldigung zu finden. Nicht das sie versuchen wollte, einer Strafe zu entgehen, aber außer einem kurzen Stopp bei einem Drugstore hatte ihr Mann nichts weiter getan als zu fahren, und diese Ungewissheit ließe sie fast schon wünschen, bald bestraft zu werden. Sandra erschrak fast ein wenig, als ihr Mann plötzlich eine Frage an sie richtete. “Hast du Dir überlegt, welche Strafe angemessen wäre?” “Nein, Sir” antwortete sie leise, “ich erwarte Deine Entscheidung, und ....” “Was und”, sie zögerte ein wenig “es tut mir schrecklich leid”
“Diesmal wirst du mir beweisen müssen, wie ehrlich Du es mit Deiner Reue meinst, denn du hast mein Vertrauen missbraucht. Nimm den Block aus dem Handschuhfach, und schreib Deinen Vorschlag in Form einer Bitte auf. Aber ich warne dich, wenn ich ihn für zu Milde halte, werde ich ihn mindestens verdoppeln!”
Sandra war verwirrt und total unsicher. Das hatte ihr Master noch nie verlangt! Bisher hatte sie stets exakte Anweisung erhalten. Dieser Befehl hingegen war teuflisch. Natürlich bereute sie den Fehler, aber was sollte sie wählen? Wenn sie zu streng war, musste sie es als ihre eigene Entscheidung erdulden, und war sie zu gutmütig, drohte eine Verdoppelung der Strafe und er würde an ihrer ehrlichen Reue zweifeln.
Schließlich nahm sie einen Stift und begann zu schreiben :
Mein Gebieter, ich bereue den Versuch, dich zu täuschen zu tiefst und bitte demütig um folgende Straf-Kleidung für den Rest der Reise :
· dicke Angorastrumpfhose
· Lambswool-Rollkragenbody
· Strickleggins aus Mohair-, oder Schurwolle
· Dicken Rollkragenpullover mit engem Kragen
· Darüber eines meiner flauschigen Rollkragen-Strickkleider
· Als Abschluss meinem grauen Strickmantel
Dann bitte ich darum, im Wagen zwei Paar Wollhandschuhe tragen zu dürfen, und mit der Kapuze und dem langen grauen Wollschal vermummt auf Deine Anweisungen warten zu dürfen. Deine S.
Als sie den Zettel fertig geschrieben hatte, hielt ihr Mann an einem hübschen Restaurant mit herrlicher Aussicht auf den Pazifik, las den Vorschlag gründlich durch und nickte dann langsam. “Gut meine Liebe, ich gehe jetzt in das Restaurant und bestelle erst mal etwas kühles zu Trinken. Du ziehst dich rasch um, und kommst dann nach. Vergiss aber bitte nicht, abzuschließen!”
Mit diesen Worten verließ ihr Master den Wagen und schlenderte in der beginnenden Mittagshitze über den Parkplatz zur Terrasse des Restaurants.
Sandra begriff, dass er vorhatte, sie in dem Strafoutfit vorzuführen.
|