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Kapitel 2 “Die Reiseplanung”
Beim Abendessen unterhielten sie sich über den Umzug, und entschieden, ihr Haus in Seattle nur “still zu legen”, da sein eigentlicher Arbeitsplatz immer noch in dieser Stadt blieb. Nachdem sie ins Wohnzimmer gegangen waren, lag Sandra auf der Ledercouch neben ihrem Mann und verfolgte scheinbar die Show im Fernsehen. Wie üblich war sie in eine flauschige Kaschmir/Mohairdecke gehüllt, nicht etwa weil es kalt war, im Gegenteil, die Temperatur blieb auch abends sommerlich mild, die Tür zur Terrasse stand offen, und ihr Mann trug ein T-Shirt und eine leichte Baumwollhose. Auch hatte sie noch immer das dicke Strickkleid, den Body und die Wollstrumpfhose darunter an, aber ihr Master sah sie Abends nun mal gerne “hübsch verpackt”, und ohne seine Erlaubnis durften nicht mal ihre Hände unter der Decke hervor schauen.
Im Gedanken beschäftigte sie sich mit der Möglichkeit, einige der ungeliebtesten Kleidungstücke ihrer (leider) umfangreichen Woll-Sammlung “versehentlich” im Haus zurück zu lassen, um sie wenigstens in den folgenden Sommermonaten in San Diego nicht greifbar zu haben. Sie besaß viele exquisite Stücke aus edelsten Wollmischungen, denn sie waren wohlhabend, ihr Mann verdiente sehr gut und vor allem war er gewillt, jedes Jahr beträchtliche Summen in ihr Outfit zu investieren – wobei er neben dem “Look” leider auch sehr auf die Funktionalität der Sachen achtete. Sie dachte zum Beispiel an den erst kürzlich erhaltenen Catsuit aus zwei Schichten Wolle, der selbst ohne die zusätzliche Kapuze, den Füßlingen und Fäustlingen ein komplettes und sehr warmes Wollgefängnis darstellt, und zudem noch mit kleinen Vorhängeschlössern gesichert werden konnte. Auch Ihr Strafkleid kam ihr in den Sinn, ein bodenlanges Rollkragenkleid mit angenähten Handschuhen und einer Sackförmigen Kapuze ohne irgend einer Öffnung die unter dem Rollkragen befestigt werden konnte - das Ganze aus zwei Lagen – innen eine doppelt gestrickte Angora / Schurwollmischung und außen ein dicker Polar-Fleece-Stoff. Dieses Teil hätte sie besonders gerne “vergessen”, da sie - sobald die Kapuze über ihrem Kopf gezogen wurde – in absoluter Dunkelheit gefangen war, und ihr die Zeit darin unendlich lang vorkam.
Es war ihr klar, dass sie ihren Master nicht anlügen würde können, also mussten die Sachen entweder gerade in der Reinigung sein, oder es musste so eindeutig nach unabsichtlichem Vergessen aussehen, dass er sie nie mit einem Verdacht konfrontieren würde.
Da der Umzug bereits in 10 Tagen stattfinden sollte, musste sie bereits am nächsten Tag damit beginnen, ihre Wollkleidung in luftdichte Plastiktaschen zu verstauen und mit dem Staubsauger ein Vakuum in der Tasche erzeugen, um so das Volumen zu reduzieren. Für Flugreisen besaß sie eine ganze Reihe solcher Spezialtaschen, und so verschwanden nach und nach duzende Pullover, Kleider, Westen andere Wollsachen in den Transportkartons. Selbst ihre umfangreiche Auswahl an Schals, Hauben und Handschuhen musste sie einpacken, obwohl San Diego seit seiner Gründung noch keinen Schnee erlebt hatte. Sie war Tage später gerade dabei, die Woll-, bzw. Flauschdecken aus den Schränken auf einem Stapel zu schlichten als ihr Master aus dem Büro nach Hause kam, und beide staunten über die beachtliche Höhe, die der Stapel erreichte. Ein kleiner Extrakoffer mit Zahlenschloss enthielt ihr Sortiment an Bondage-Artikel. Fessel und Knebelutensilien, die aber in erster Linie bei Bestrafungen zum Einsatz kamen.
Da sie vor hatten, einen gemütlichen Trip entlang der Route No. 1 zu genießen, anstatt über den Highway zu fahren, planten sie ein verlängertes Wochenende für eine gemütliche Fahrt entlang der Küste Richtung Süden. Eine Entscheidung die Sandra noch leid tun würde ...
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