Die Prüfung

Kapitel  26 “Die Prüfung”

“Gut, ich nehme an, jetzt ist es endlich angekommen! Jetzt geh´, und hole uns neue Drinks. Als Sandra die Terrasse verlassen hatte, begann Danielle erneut auf Walter einzureden. “Wenn du Beweise für ihr Mangelhaftes Benehmen sehen möchtest, könnten wir sie einer kleinen Prüfung unterziehen, was meinst du?” “Nicht schon wieder eine Deiner sadistischen Ideen bitte, ich bin gerade erst aus dem Büro gekommen, und habe absolut keine Lust, mir irgendwelche deiner Spezialtrainingsmethoden anzusehen, bei denen Sandra gar nicht anders kann, als irgendwann durchzudrehen und sich aufzulehnen. Du ziehst doch die Daumenschrauben solange an, bis Dein Opfer einen Fehler machen muss, und du einen Grund geliefert bekommst, um noch strenger sein zu können” “Da schätzt du mich aber falsch ein, mein Lieber. Mir ist klar, dass ich hier nicht als Domina, sondern als Co-Erzieherin für eine Wollsklavin engagiert worden bin. Natürlich verwende ich das Material dann auch gleich, wenn eine Strafe notwendig ist, und da sie sich ja daran gewöhnen soll, die Wollkleidung bei jeder Temperatur zu tragen, verstärke ich die Wirkung eben auch manchmal”. “Und die Salbe und die Folie?” “Gut, da bin ich vielleicht etwas weit gegangen, aber überzeuge dich selbst, wenn ihr Benehmen wenigstens bei einer leichten Übung einwandfrei ist, lasse ich mich gerne umstimmen, milder zu sein”. “Okay, das ist ein Angebot, woran hast du denn bei der Prüfung gedacht?”

“Ich würde vorschlagen, es wird Zeit, dass sie ihren Dienstmädchen-Look trägt, und die Wäsche erledigt sich auch nicht von selbst. Sie könnte in nicht zu strenger Kleidung Deine Hemden bügeln. Wenn du willst, richten wir ihr einen Abstellraum im Keller als Bügelzimmer ein, und ich stelle meine kleine Überwachungskamera auf, die ich sonst als Sicherheit für meine Kunden verwende. Sie hat einen Sender, und mit dem Empfangsteil am Fernseher angeschlossen könne wir das Bild im Wohnzimmer betrachten. Den Raum temperieren wir auf .. na, sagen wir mal 19°, da es beim Bügeln ohnedies warm wird, und als Kleidung schlage ich vor ...., eine schwarze dünne Baumwollstrumpfhose, einen schwarzen Kurzarmrolli aus Merinowolle, eine weiße Langarmbluse, Strickrock und einen Rundhalspulli (beides aus schwarzer Merinowolle), dazu eine weiße Baumwollschürze und ein weißes Häubchen. Na was meinst du? Würde das nicht süß aussehen, ohne grausam warm zu sein?” Walter musste zugeben, dass dieses Outfit ihm a.) gefallen würde und b. ) in der Tat nicht unangebracht warm sein würde. “Und du meinst, sie wird sich weigern oder jammern?”

“Das gerade nicht, sie ist schließlich eine Frau, und damit raffiniert, aber am besten lassen wir es doch darauf ankommen, wir werden ja sehen”

Als Sandra mit den Drinks zurückkam, verschwand Danielle in den Keller, um den fensterlosen Raum mit der Kamera auszustatten. Sie stellte sogar den Bügelladen auf, damit dieser dann gut im Bild war und stellte einen Krug Wasser und ein Glas bereit. Dann nahm sie das Fläschchen mit dem homöopathischen Mittel gegen Hyperthermie aus ihrer Jackentasche und studierte den Text.

HYPERZIN

 >> Darf nur unter ärztlicher Aufsicht eingenommen werden! Ist nicht zur Überbrückung eines temporären Kältegefühls wie kalte Hände oder Zehen geeignet! Wirkt auf den gesamten Körper und darf daher nicht zusammen mit enger oder wärmestauender Kleidung verwendet werden. Zu Beginn der Therapie nicht mehr als 5 Tropfen zwei mal täglich, erst nach Kontrolle der Wirkung auf ärztlichen Rat die Dosis bei Bedarf auf maximal 20 Tropfen steigern. Sollten Hitzewallungen auftreten, sofort die Kleidung lockern und wenn möglich feuchte Tücher auflegen, um einen Hitzestau zu vermeiden. Die Wirkung hält in voller Intensität etwa 90 Minuten an, und wird – sobald der Körper das Mittel über den Schweiß absorbiert hat, rasch schwächer. Personen die nicht nachweislich an Hyperthermie leiden dürfen keinesfalls mit dem Mittel experimentieren da selbst bei geringster Dosis die Gefahr einer Überhitzung des Körpers besteht”<<

“Klingt doch gut, ich denke, da sie heute nur eine Portion und das auf einen Liter Wasser bekommt, sind 20 Tropfen gerade richtig” entschied Danielle vor sich hinmurmelnd und zählte die Tropfen in den Krug. In der Zwischenzeit hatte Walter Sandra den Befehl erteilt, sich entsprechend zu kleiden, und mit Bügeleisen und Wäschekorb bewaffnet in den Keller zu gehen. Sandra wunderte sich über die – für ihre und vor allem Danielles Verhältnisse leichte Kleidung, und war um so erstaunter, als sie den Kellerraum nicht stark überhitzt vorfand. Als sie auch noch den Krug sah, dachte sie im stillen, es würde ja doch einen gewaltigen Unterschied machen, ob Walter daheim war oder nicht, trotz der Aussage, Danielle würde weiterhin das Sagen haben. So begann Sandra fast beschwingt eine Arbeit, die sie sonst eigentlich nicht leiden konnte, aber im Vergleich zu der Einkaufstour war es geradezu ein Vergnügen, das Bügeleisen zu schwingen. Zwischendurch nahm sie immer wieder einen kräftigen Schluck aus dem Wasserglas.

Walter begann, Danielles Behauptungen über Sandra für übertrieben zu halten, da seine Frau die gestellte Aufgabe perfekt erfüllte. Selbst das kleine Häubchen saß perfekt, und von einem Verschieben der Ärmel oder lüften des Rollkragens war ebenfalls keine Rede. Nach rund einer halben Stunde, der Wasserkrug war fast geleert und Walter begann sich bei seinen gelegentlichen Blicken auf den Fernseher zu langweilen. Plötzlich begann eine sichtbare Veränderung. Sandra unterbrach immer öfters ihre Arbeit, und presste sich den Krug an die Stirn. Sie ging zur Lüftung, offensichtlich um zu prüfen, ob die Temperatur geändert worden war, und kehrte dann kopfschüttelnd zum Bügelbrett zurück. Dann wurde sie immer unruhiger und begann tatsächlich, am Rollkragen zu zerren, um die Wärme darunter heraus zu bekommen. Nach wenigen Minuten öffnete sie die Manschetten der Bluse, und schob die Ärmel mit samt dem Pullover bis über die Ellbogen. Im nächsten Moment zog sie den Pullover unter der Schürze hoch, und riss sich die Bluse und den ärmellosen Rolli aus dem Bund von Rock und Strumpfhose.

Danielle versuchte eine völlig gleichgültige Mine aufzusetzen während sie sich innerlich vor Freude kaum noch zurückhalten konnte. Walters Blick war immer härter geworden, und als Sandra wenig später in einem Ruck die Schürze herunterriss und sich Pulli und Bluse gleich gemeinsam über den Kopf zog, war sein Gesichtsausdruck wie aus Stein gemeißelt. Er wollte aufstehen, doch Danielle hielt ihm zurück. Sie wollte warten, bis Sandra endgültig in ihr Verderben gelaufen war. Und es dauert auch nicht lange, bis sie sich die Strumpfhose bis zu den Knöcheln herunterzog, den Rolli bis zur Brust hinauf, und sich flach auf den kühlen Kellerboden wälzte.

“So ich denke, jetzt haben wir genug gesehen. Ich glaube, wir sollten sie gar nicht über unser kleines Experiment informieren, sonder sie lediglich die Folgen spüren lassen. So können wir den Test jederzeit wiederholen”. Walter hätte seine Frau lieber gleich zur Rede gestellt, aber so war es sicherlich besser. Danielle hatte ihm bewiesen, dass ihre Einschätzung zutreffender war, und sein Vertrauen darin, Sandra würde befohlene Kleidung ohne Änderung tragen, war wohl nur seiner Liebe zu ihr, und nicht seiner objektiven Einschätzung zuzuschreiben.

Als die Wirkung nachließ, und Sandra sich total erschöpft aufrichtete, hatte sie keine Erklärung, was ihr die letzte Stunde das Gefühl gegeben hatte, innerlich zu verbrennen. Das Empfinden war so stark gewesen, dass der Wille zu gehorchen innerhalb weniger Minuten buchstäblich dahingeschmolzen war, und während sie ihre Kleidung ordnete, fragte sie sich, ob sie die Sache Walter beichten sollte. Danielle würde sie bestimmt nichts davon erzählen.

Sie konnte ja nicht ahnen, dass sie nicht nur beobachtet worden war, sondern dass das Verschweigen des Anfalles, und der Versuch, das Ausziehen der Kleidung geheim zu halten, die Sache noch verschlimmern würde.