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Kapitel 41 " Die Befreiung"
Walter hatte inzwischen Steven überzeugen können, dass sein Fall dringender war, als die Golfpartie, zu der er verabredet war, und so trafen sie sich am späten Nachmittag in der Stadt. Steven wusste, was Walter gelegentlich mit Sandra anstellte, doch er kannten sie schon so lange, dass er Walters Beteuerung, sie wäre niemals deswegen weggelaufen glauben schenkte. Nach wenigen gezielten Fragen war Steven klar, dass in ganz San Diego nur eine Person ein Interesse daran haben würde, Sandra zu entführen. Danielle. Innerhalb weniger Minuten hatte er ihre Privatadresse erhalten, und sie fuhren zu ihrem Apartment. Walter war natürlich enttäuscht, als er Sandra nicht vorfand, doch da erinnerte es sich an den Text auf Danielles Abschiedsbrief ..:". letzten Scheck kannst du an den Club schicken" "Der Club, natürlich! Komm Steven, es gibt keinen idealeren Platz, wohin sie Sandra gebracht haben kann, als den S/M-Club" "Bist Du sicher, Walter, wenn der Besitzer sich quer legt, kann das mächtigen Ärger bedeuten" "Ich bin sicher, vertrau mir. Mit Deiner Marke sind wir schneller bei Sandra, als Danielle sich vorstellen kann." Sie fuhren in zwei Autos zu der Adresse, und versuchten die Türe zu öffnen. Leider war es noch zu früh am Tage, und der Club war geschlossen. Auf heftiges Klopfen von Walter, kam einer der Muskelprotze an die Türe, um die vermeidlichen Penner wegzuscheuchen. "Haut ab, ihr ..:" "Gehen Sie aus dem Weg, Sir, FBI, Special Agent Steven Banks. Wir ermitteln in einer Entführungssache." Der Bodyguard, der außer Muskeln nicht viel drauf hatte, versuchte, sich den Männern in den Weg zu stellen. Anstatt die Waffe zu ziehen, für deren Gebrauch Steven dann duzende Berichte hätte ausfüllen müssen, zog er einen Elektroschocker aus dem Jackett, setzte ihn an, und verpasste dem Kerl eine Ladung. Mit einem gurgelnden Geräusch ging er zu Boden, und Walter, der den Club kannte, rannte in Richtung Treppe. "Zum Verließ" stand an der Türe, und Walter ahnte, dass er Sandra in einer der Kabinen finden würde. Als sie die ersten drei Räume ohne erfolg durchsucht hatten, stand plötzlich Danielle im Gang, und rief Walter mit scharfem Ton. "Walter, was soll dass, du hast kein Recht, hier einzudringen" "Wo ist sie?" "Wo ist wer" "Das weißt du genau, du Bestie, wo ist Sandra" "Woher soll ich denn wissen, wo das kleine Luder .. au, du tust mir weh" Walter sah rot. Er hatte Danielles Arm geschnappt, und drehte in langsam aber brutal um. Danielle war zwar im Erfinden von Qualen eine Meisterin, was das Erdulden betraf, war sie ausgesprochen wehleidig. "Zum letzten Mal, wo ist sie?" "Ah, lass los, ich sage es dir ja, aber du machst einen Fehler! Ich hätte dir das kleine Biest perfekt abgerichtet zurückgeschickt, aber jetzt .." "Der einzige der einen Fehler begangen hat, sind Sie, Madam. Ich bin vom FBI, und sie sind verhaftet, Die vorläufige Anklage lautet Entführung, und wir werden sehen was sonst noch dazu kommt." "Sie können mich mal sie ..:" "Wo ist sie, verdammt noch mal?" "Ken verabreicht ihr gerade eine kalte Dusche mit dem Hochdruckschlauch, damit sie wieder zu sich kommt, sie hält ja nichts aus .:". Walter hörte kaum noch zu, sondern lief in Richtung der Nasszellen. Dort angekommen, sah er Sandra in der Mitte eines gefliesten Raumes mit hochgestreckten Armen an zwei Ketten hängen. Sie war total nass, ihre Haut war gerötet, und sie zitterte am ganzen Körper. Der zweite Muskelprotz war gerade dabei, den Schlauch wegzulegen, und als er Walter sah, wollte er sich auf ihn stürzen. Die kurzläufige Smith&Wesson Kaliber 38, die ihm Steven zusammen mit seiner Dienstmarke vor die Nase hielt, überzeugte ihn, den Angriff abzublasen. Schnell befreite Walter seine Frau und nahm sie in die Arme. "Es war Danielle, es war furchtbar, sie hat ... " Sandra war ohnmächtig geworden, und Walter trug sie behutsam in einen der Ruheräume, während Steven das Trio in einen anderen Raum einsperrte.
Während Walter sich um Sandra kümmerte, begann Steven, laut nachzudenken. "Hör mal, Walter, wenn ich diese Danielle jetzt verhafte, und sie erzählt dem Richter, dass sie ähnliches, wenn auch vielleicht nicht ganz so extrem, in deinem Auftrag gemacht hat, dann, ich weiß echt nicht, ob es für eine Verurteilung ausreichen wird" "Aber Steven, sieh dir doch Sandra an, die haben sie doch gefoltert, das kann doch nicht ungestraft durchgehen." "An ungestraft denke ich auch gar nicht. Die beiden Gorillas sind doch nur Befehlsempfänger, und für Danielle hätte ich eine Idee. Es gibt da einen sehr reichen, sehr exzentrischen Master, der sich auf die Bestrafung von Frauen spezialisiert hat. Nehmen wir mal an, ich fahre irrtümlich anstatt zum Stadtgefängnis bei ihm vorbei, und nehme wir weiter an, Danielle bekommt dort ihre Strafe. Wozu sollten wir dann noch den Staatsanwalt bemühen. Walter war begeistert von der Idee, und während er seine Frau in einen Bademantel gehüllt zu seinem Wagen brachte, um mit ihr nach Hause zu fahren, ließ der FBI Agent die beiden Muskelmänner laufen.
Danielle hingegen setzte er, nachdem ihre Hände mit Handschellen am Rücken fixiert waren, auf die kleine Bank vor der Garderobe. Er ging nochmals durch die Räume und kam mit ein paar Sachen zurück. "Na du kleiner Wichser, jetzt fühlst du dich mächtig, aber freu dich nicht zu früh, mein Anwalt hat mich in weniger als einer Stunde draußen. "Wenn er dich zu sehen bekommt, du kleines Luder" Ohne auf Danielles Proteste zu achten, schob ihr Steven plötzlich einen Ballknebel in den Mund - den selben, den Sandra über Nacht getragen hatte - , und zog ihr den schwarzen Sack über den Kopf. Dann fesselte er noch ihre Beine und verfrachtete sie in den Kofferraum seines Buicks. Er fuhr etwa eine halbe Stunde aus der Stadt raus, Richtung mexikanische Grenze. Vor einem großen Grundstück mit hoher Mauer hielt er an und drückte auf den Knopf einer Sprechanlage. "Ja bitte, Sie wünschen?" "Eine Lieferung für Sir Charles" antwortete Steven. Das schwere Tor in der Einfahrt glitt lautlos zur Seite, und Steven lenkte den Wagen durch einen parkähnlichen Garten bis zur seitlichen Türe des Haupthauses. Danielle zappelte nach Leibeskräften, als sie aus dem Kofferraum gehoben wurde, obwohl ihr klar war, dass ihr das kaum etwas nutzen würde .......
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