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Kapitel 6 “Der Plan”
Sandra hatte zwar gut zugehört, doch trotzdem dauerte es eine Weile, bis sie den Sinn der Worte begriffen hatte. Ihr Mann wollte einer wildfremden Frau die totale Kontrolle über sie übertragen. Inzwischen war die Kellnerin zurückgekehrt, und sie saß vor einer Tasse dampfenden Tee. “Hast du Hunger?” fragte er, selbst an einem Sandwich kauend und erhielt nur ein Kopfschütteln als Antwort. “Dann nimm eine der Tabletten, die ich dir besorgt habe, trink deinen Tee aus, und warte dann im Wagen auf mich. Fenster und Türen bleiben geschlossen und die Klimaanlage abgeschaltet, verstanden?” Sandra sah die Packung mit dem Marathonläufer auf dem Etikett, und wusste, das sie Salz, Mineralstoffe usw. bekommen sollte, um bei der Schwitzkur nicht umzukippen. Sie trank den Tee so rasch es eben ging, und verließ das Restaurant ohne sich umzusehen. Der Wagen stand mittlerweile ebenfalls in der Prallen Sonne und hinter dem Glas fehlte die sanfte Briese vom Meer saß, hatte sie das Gefühl, gebraten zu werden. Nach einer Ewigkeit erschien ihr Mann offensichtlich gut gelaunt, und erklärte, er habe in San Francisco ein Zimmer im Hilton gebucht, wo sie die Nacht verbringen würden. Dazu waren rund 4 Stunden Fahrt erforderlich, und da er ihre Angewohnheit kannte, einfach zu dösen während er fuhr, befahl er ihr, kerzengerade zu sitzen und jede Meilenangabe auf den Schildern genau zu verfolgen. “Wenn ich dann Fragen dazu stelle, und du sie nicht beantworten kannst, wird das die heutige Nachtstrafe erhöhen. So saß Sandra aufrecht, ohne sich anzulehnen im Wagen und war beim Eintreffen im Hotel total geschafft.
Bei der Anmeldung in der Hotellobby wurde sie erneut vom Personal heimlich und von den Gästen unverhohlen angestarrt. Zu ihrer auffälligen Kleidung kam nun auch noch der dicken Woll-Catsuit und das Strafkleid aus schwarzem Fleece-Stoff mit den Metallringen an den Armen aus dem letzten Karton, die sie beide offen über den Arm gelegt tragen musste. Als sie endlich das Zimmer erreichten, hatte Sandra nur mehr den Wunsch zu schlafen um diesen Albtraum zumindest für ein paar Stunden vergessen zu können. Leider hatte ihr Mann andere Vorstellungen für den Abend. Kaum waren sie auf dem Zimmer angelangt, fesselte er ihr die Arme mit Handschellen, verband ihr mit einem weiteren Schal die Augen und ließe mit samt dem Mantel und dem Schultertuch mitten im Raum nieder knien. Er setzte sich gemütlich aufs Bett und begann im Plauderton: “Eigentlich hatte ich mir unsere Reise ein wenig anders vorgestellt, und erst für San Diego entsprechende Pläne mit dir gehabt”. Sandra hob den Kopf ein wenig, sagte aber kein Wort dazu. “Ich hielt das kommende Jahr für eine glänzende Gelegenheit, deine Woll-Erziehung zu perfektionieren, aber ich dachte eigentlich auch, dir dabei ein wenig Erleichterung bieten zu können. Du erhältst deiner Erziehung weit weg von unseren langjährigen Nachbarn und Freunden erhalten, und ersparst dir so eine Menge für dich peinliche Situationen. Außerdem wären dir durch das Dienstmädchen ein Teil der körperlichen Anstrengungen erspart worden. Natürlich war da der Hintergedanke, wie stark deine Demut und vor allem dein Gehorsam in einem südlicheren Klima sein würde, und wie weit ich dir dabei ohne Aufsicht würde vertrauen können. Bedauerlicher Weise hast du die Probe aufs Exempel bereits in Seattle verpatzt. Daher habe ich meinen Plan sowohl für die Reise als auch – wie bereits gesagt – für San Diego ein wenig geändert. Glaube also bloß nicht, dass es mit der Kleidung, die du jetzt trägst, getan ist!”
Dann rief er die Hausdame des Hotels an und bat sie aufs Zimmer. Als sie eintrat, zuckte sie beim Anblick Sandras zwar sichtbar zusammen, fing sich aber rasch und fragte höflich nach den Wünschen. “Haben sie leistungsstarke Heizdecken im Haus?” “Nun ja, für den Winter haben wir ein paar Exemplare aber ...” Sandras Mann unterbrach die Hausdame und meinte, “Ein Hotel ihrer Qualität ist sicher flexibel genug, die Decken auch jetzt aufzutreiben, lassen sie also bitte zwei Stück in unser Zimmer bringen, zusammen mit einem halben Duzend der Flauschdecken, die sie in den Baumwoll-Laken als Bettdecke verwenden, danke”. Die Hausdame verließ zögernd das Zimmer, erfüllte jedoch den ungewöhnlichen Wunsch des Gastes prompt. So kam bald darauf ein Zimmermädchen mit dem Stapel Decken und fragte, wie sie die beiden Betten richten sollte. “Nur ein Bett bitte, mit beiden Heizdecken und allen Flauschdecken darauf, bitte” hörte Sandra ihren Mann sagen. Sie fühlte förmlich den Blick des Zimmermädchens, und wäre am liebsten unterm Bett verschwunden.
Die Anzahl Decken war ihr mittlerweile fast schon gleichgültig und das schien auch ihr Master zu wissen. Offensichtlich ging es ihm mehr um die Demütigung vor dem Hotelpersonal, als um die zusätzlichen Schichten. Trotzdem war sie beim Gedanken an den Catsuit und das Strafkleid sicher, der Abend und die Nacht würde noch einige Unannehmlichkeiten bringen.
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