Der erste Arbeitstag

Kapitel 13 “Der erste Arbeitstag”

Sandra war den Tränen nahe. Der Jogginganzug, mit seinen engen Abschlüsse und dem beschichtetes Obermaterial war die reinste Sauna, und ihr Haut der dazugehörige Saunaofen.

Sie glaubet zu spüren, wie der Schweiß aus ihren Poren auf ihrer heißen Haut verdampfte.

Ihre Menschenkenntnis hatte den Charakter von Danielle doch richtig erkannt, und obwohl sie am liebsten versucht hätte, sich trotz der Fesseln die Kleider vom Leib zu reißen, wartete sie fast regungslos auf ein Abklingen der Wirkung dieser teuflischen Salbe. Instinktiv spürte sie, das dieses “alleine lassen” erneut eine Falle war, und jeder Laut oder jede Bewegung nur ein weiterer Grund für eine Strafe sein würde.

Danielle wurde es bald zu langweilig, da sie nicht mal das Gesicht ihres Opfers beobachten konnte, und so beschloss sie, dass es an der Zeit wäre, Sandra ein wenig Hausarbeit aufzutragen. Dabei würde sie die abklingende Wirkung der Salbe ohnehin noch genießen können. Sie öffnete die Handschellen und zog ihr die Balaclava vom Kopf. Sandras Gesicht glühte, obwohl es mit der Wärmesalbe nicht in Berührung gekommen war. “So mein Schatz, es wird langsam Zeit, dass du Ordnung in deine Sachen bringst, und ich überprüfen kann, was dir eventuell noch fehlt. Also sieh zu, dass du mit dem Frühstück fertig wirst, und dann räumst du das Zeug aus den Schachteln in die Wandschränke. Aber mit System, damit ich für jede Gelegenheit das passende für die finde. Und vergiss nicht, ein falsches Wort und du trägst wieder Balaclavas, und wenn du´s zu arg treibst, trägst du darunter eine Knebel. Und du solltest inzwischen bemerkt haben, dass ich keine leeren Versprechungen mache!”

Sandra begnügte sich mit einem Müsliriegel und reichlich Wasser und begann anschließend  trotz ihrer immer noch vorhandenen Wallungen mit der Arbeit. Es dauerte bis gegen Mittag, bis sie, trotz ihrer Erfahrung im Schlichten von Wollsachen alles in den Schränken verstaut hatte.

Inzwischen hatte Danielle eine Firma ausfindig gemacht, die versprach, einen Teil der Thermoverglasung der Terrasse schon am nächsten Tag auszuwechseln. Da es ein Stecksystem mit Platten zu 250x50 cm war (6 Stück nebeneinander als Südwand, und weitere 6 schräg montierte Platten als Decke) konnten diese leicht durch UV-absorbierendes Fensterglas ersetzt, und das Thermoglas als Abgrenzung zur übrigen Terrasse eingesetzt werden. Dieser Bereich war rund 7 m2 groß, und würde nach dem Umbau vor allem um die Mittagszeit eine hübsche Spielwiese für Danielles Ideen abgeben. Der Monteur warnte sie noch davor, dort keine Grünpflanzen oder ähnliches abzustellen, da der “Glaskäfig” bei geschlossener Türe selbst für Kakteen zu heiß werden würde, aber Danielle lachte nur, und meinte, für ihre Zwecke wäre das gerade der Sinn der Sache.

Als Danielle die Kleidung inspiziert hatte, meinte sie, es sei an der Zeit, Sandra einen hübschen Dienstmädchen-Look zu verpassen. So schickte sie Sandra erst mal ins Bad, erlaubte ihr, sich zu duschen, und legte ihr inzwischen ein neues Outfit zurecht.

Sie wählte eine schwarze Angorastrumpfhose und eine Body aus dem gleichen Material mit engem elastischen Rollkragen, dazu einen weißen Lambswoolpullover mit Polokragen, eine schwarze Woll-Leggins, einen wadenlangen glatt gestrickten Rock, und einen Rundhalspullover – alle drei Teile aus dicker schwarzer Schurwolle. Aus ihrem eignen Fundus holte sie ein Set bestehend aus weißem Häubchen und Schürze. Zum Abschuss legte sie noch weiße Wollhandschuhe aus Mischfaser dazu und wartete auf Sandras Rückkehr aus dem Bad. Als Sandra den Stapel sah, wollte sie schon Einspruch erheben, aber als sie das Aufblitzen in Danielles Augen bemerkte, beschloss sie, die Anweisungen besser zu befolgen.

Dann versorgte Danielle Sandra erst mal mit jeder Menge Arbeit. Lunch zubereiten, Abwasch vom Vortag erledigen, alle Zimmer aufräumen, usw. Sandra wollte gerade mit der Arbeit beginnen, als Danielle sie noch kurz zurückhielt. “Hätte ich fast vergessen, die Räume in denen du arbeiten wirst sind ja alle klimatisiert”. Mit diesen Worten reichte sie Sandra noch eine besonders dicke schwarze Wollweste und ging ans Pool um dort auf den Lunch zu warten, den Sandra bereiten und am Pool servieren würde müssen.