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Kapitel 5
Am nächsten Morgen erwachte Peter mit einer pelzigen Zunge auf, die noch dazu nach Schauma Shampoo schmeckte. Er schlug die Augen auf und wartete, bis sich der Grauschleier auflöste. Dann erst registrierte er, daß es der Flausch von Kathrins Mohairstirnband war. Sein Kopf lag auf dem ihren und das Mohairband steckte halb in seinem Mund. Nachdem er sich von zahlreichen, auffallend langen Fusseln befreit hatte, wurschtelte er sich unter der warmen Pelzdecke hervor, bemüht, die Frauen nicht zu wecken. Er reckte und streckte sich, trat ans Fenster und schaute auf eine atemberaubende Landschaft. Die Morgensonne zauberte Milliarden glitzernder Diamanten in den Schnee. Da und dort rutschte eine kleine Lawine von den schneebeladenen Tannen, die das Haus umgaben. “Wunderschön, nicht?” hörte er Petra hinter sich sagen. Dann schlangen sich zwei flauschige Arme um seinen Oberkörper und ein verschlafenes Gesicht tauchte über seiner Schulter auf. “Das ist wie im Märchen,” antwortete Peter und kratze sich am Oberschenkel. Plötzlich hielt er inne. Im wurde bewußt, daß er nur mit einer dicken Angorastrumpfhose bekleidet war. Im selben Augenblick kam er sich lächerlichvor. Verlegenschaute er sich nach seiner Jeans um, die irgendwo im Raum herumliegen mußte, doch vorerst blieb sie unauffindbar. Da fühlte er, wie eine Hand langsam streichelnd seinen Körper entlang nach unten glitt, bis sie fast sein Knie erreicht hatte. “Weißt du eigentlich, daß du sehr süß aussiehst in deiner weißen Angorastrumpfhose?” sagte Petra. “Ach wirklich,” meinte Peter mit einer unüberhörbaren Portion Sarkasmus in der Stimme. Süß und bescheuert, dachte er und befreite sich aus Petras Umarmung. “Wo habt ihr meine Jeans versteckt.” “Keine Ahnung, aber die brauchst du ja vorerst sowieso nicht.” Petra konnte oder wollte offenbar nicht verstehen, daß sich ein Mann in Angorastrumpfhosen wie ein Weichei vorkommen mußte. Zumindest fühlte sich Peter in diesem Moment so. Auf der anderen Seite genoß er Petras Streicheleinheiten, die sich nun seiner Körpermitte näherten. “Guten Morgen, meine Lieben,” sagte Kathrin, die inzwischen aufgewacht war und ebenfalls ans Fenster trat. “Habt ihr auch so gut geschlafen? So ein kuscheliges Bett hatte ich noch nie, und erst das Kissen.” Sie streichelte demonstrativ durch den dichten Angoraflausch von Peters Pullover und schnurrte dabei wie eine Katze. “He, das ist mein Freund,” kicherte Petra und schubste sie zur Seite. “Immer mußt du alles für dich alleine haben,” witzelte Kathrin. “Gib mir wenigstens den Teil ab,” sagte sie und zwickte Peter in den Po. “Ok, Mädels, bevor ihr mich in kleine Stückchen aufteilt, sollten wir uns stärken. Ich habe mächtigen Kaffeedurst.” “Gute Idee, aber vor dem Genuß kommt die Arbeit,” sagte Petra ernst. “Kathrin, du holst zwei Eimer voll Schnee und bringst ihn in die Küche. Peter, du bist für das Feuer im Ofen zuständig. Und ich werde den Kaffee mahlen. Vielleicht finde ich auch noch etwas, das wir als Frühstück verwenden können.” “Jawohl, Cheffin,” antwortete Kathrin und stand stramm. Ihr Blick fiel nach draußen. “Muß ich wirklich da raus?” setzte sie kleinlaut hinzu und kuschelte sich in ihren dicken Pullover. “Frau Dr. Steegmann!” “Sklaventreiberin!” Wenige Minuten später sah man von der Küche aus Kathrin durch den tiefen Schnee stapfen, die Kapuze weit ins Gesicht gezogen, rechts und links je einen verzinkten Wassereimer in der Hand. Petra saß auf dem Küchentisch und amüsierte sich köstlich, während sie sich zugleich mit einer antiken Kaffeemühle abmühte. Peter, der “Feuerwerker”, hatte inzwischen den Holzofen angeheizt und sich dann heimlich nach oben auf sein Zimmer geschlichen. Er hatte sich nun lange genug in der flauschigen Angorastrumpfhose lächerlich gemacht. Schon als er einen der prall gefüllten Koffer auf sein Bett warf, wurde er mißtrauisch. Verdächtig leicht, dachte er, ließ die Schlösser aufschnappen und schlug den Deckel zurück. Tiefer, dichter Angoraflausch in verschiedenen Farben entfaltete sich. Peter stemmt die Fäuste in die Hüften und schüttelte den Kopf. Soetwas ähnliches hatte er sich schon gedacht. Er begann, den Koffer zu entleeren und zählte sieben Angorapullis, drei Angorajacken und acht Angorastrumpfhosen. Jedes einzelne Kleidungsstück war handgestrickt und aus unbeschreiblich flauschiger, reiner Angorawolle. Peter ertappte sich dabei, wie er genüßlich über den weichen Flaum streichelte. Plötzlich hielt er inne und betrachtete die Knopfleiste einer schwarz-grau-gemusterten Strickjacke genauer. Um ganz sicher zu sein schlüpfte er in die Jacke und knöpfte sie zu. Kein Zweifel, es war eine Herrenstrickjacke, eindeutig. Die Knopflöcher befanden sich auf der linken Seite. Trug er etwa die abgelegten Klamotten eines Ex-Lovers von Petra auf? Nein, die Jacke, wie auch all die anderen Stricksachen waren ganz offensichtlich ungetragen. Warum strickt Petra Herrenjacken? Hatte sie etwa schon länger geplant, einen Mann mit Angora zu umgarnen? Wie dem auch sei, bei Peter war ihr das gelungen. Er öffnete den zweiten Koffer und entdeckte auch darin zunächst nur Angorastricksachen, darunter einen hellblauen Anzug, ähnlich dem, den Kathrin im Moment trug, nur eben aus reinem Angora. Außerdem kamen drei weitere Strumpfhosen, drei Strickhosen, etliche Paar Strickhandschuhe, einige lange Schals, vier dicke Angoramützen und zwei Paar Hüttenschuhe zum Vorschein. Endlich brachte er die erhofften Jeans zutage. Zwei, gerade einmal zwei armselige Jeans, die eine schwarz, die andere blau, hatten sie ihm eingepackt. Ein Hemd oder ein T-Shirt suchte er vergebens. Socken, hatten sie wenigstens an Socken gedacht. Und Unterwäsche! Nichts dergleichen. Die Mädels hatten ihn einfach übertölpelt. In dem sie die wichtigsten “Männerklamotten” nicht eingepackt hatten, zwangen sie ihn dazu, Angorastrumpfhosen und Angorapullis zu tragen. Biester, dachte er, mußte im selben Augenblick aber schmunzeln. “Peter, wo steckst du? Der Kaffee ist fertig,” rief es von unten. “Komme gleich. Will mich nur frisch machen.” Wie ihr wollt, dachte Peter. Was bleibt mir auch anderes übrig. Er zog sich nackt aus, legte die abgelegten Kleider aufs Bett. Jetzt erst wurde ihm bewußt wie eiskalt es im Zimmer war. Jetzt erst sah er, daß sein Atem kondensierte. Er griff sich eine dunkelblaue Angorastrumpfhose und schlüpfte hinein. Dazu wählte er einen farblich passenden Rollkragenpullover. Wow, das war nicht nur gigantisch weich, auch eine angenehme Wärme breitete sich sogleich über seinen Körper aus. Dann, mit einem leichten Zögern, zog er sich den herrlich flauschigen Strickanzug an. Dabei erst bemerkte er, wie dick die beiden Teile waren. Er grub im Flausch nach den Maschen und stellte fest, daß sie aus zwei Garnfäden bestanden. Der Anzug war aus doppelter Angorawolle gestrickt. “Toll”, hörte er sich sagen. “Peter, alles in Ordnung?” kam es erneut von unten. “Wie, ja,. bin gleich unten,” antwortete er. Mit einem tiefen Seufzer setzte er sich in Richtung Treppe in Bewegung. Auf halbem Wege kamen ihm Zweifel. Irgendwie kam er sich nun doch lächerlich vor. Ein Mann, 1,85 groß, nicht gerade schmächtig gebaut und mit tiefer Stimme lief in einem flauschigen Anzug aus hellblauer Angorawolle herum. Seine Arbeitskollegen würden sich totlachen. Oder etwa nicht. Peter war hin und her gerissen. Und wie würden die Frauen reagieren. Wahrscheinlich würden auch sie ein gewisses Grinsen nicht verheimlichen können. Er war fast schon soweit, ins Zimmer zurück zu gehen und den Angoraanzug gegen eine richtige Männerjeans zu tauschen, als es schon wieder von unten herauf rief: “Peter! Komm endlich!” Na gut, dachte er und stieg entschlossen die Treppe hinunter. Als er in die sogenannte Stube trat, erwartete er schallendes Gelächter oder zumindest leises Kichern. Nichts dergleichen. “Na endlich” und “Steht dir gut,” war alles, was er zu hören bekam. Peter war fast ein wenig enttäuscht. Er ließ sich in einen der Sessel vor dem Kamin fallen und bekam eine Tasse mit heißem Kaffee in die Hand gedrückt. Schließlich erhielt er aber doch noch die erhoffte Belohnung für seinen Mut. Petra setzte sich auf seinen Schoß und kuschelte sich an ihn. “Danke,” flüsterte sie, streichelte über seinen flauschigen Bauch und küßte ihn zärtlich. “Wofür?” “Dafür, daß du dich so kuschelig angezogen hast. Du mußt wissen, ich bin ganz vernarrt in Angorastricksachen.” “Was du nicht sagst. Darauf wäre ich nie gekommen.” “Merkt man das?” “Kaum,” antwortete Peter ironisch. “Mit meiner Kuschelleidenschaft habe ich schon Kathrin angesteckt. Und nun hat es offenbar auch dich erwischt. Oder trägst du die Sachen nur mirzuliebe?” Peter wußte nicht recht, was er darauf antworten sollte. Noch immer fühlte er sich hin und her gerissen zwischen totaler Begeisterung und tiefer Scham. “Habt ihr etwas gefunden, das zu einem Frühstück taugt?” wollte Peter wissen, um damit von der peinlichen Frage abzulenken. “Leider nein,” antwortete Kathrin und nippte an ihrem Kaffee. “Es sei denn, du hättest gerne Ravioli aus der Dose zum Frühstück.” Peter und Petra verzogen das Gesicht zu einer Grimasse. “Wir müssen ins Tal, um Lebensmittel einzukaufen,” meinte Petra. “Geht ihr nur,” sagte Kathrin und schauderte. “Ich war heute schon draußen und das hat mir gereicht. Es ist entsetzlich kalt. Mich bringt so schnell keiner mehr hinaus in diese Kälte.” “Wie du willst, dann gehen eben nur Peter und ich.” “Aber ich ...” weiter kam Peter nicht. Petras ernster Blick ließ ihn sofort verstummen und seine Einwände vergessen.
Es war wirklich eiskalt. Obwohl die Sonne schiene, zeigte das Termometer neben der Haustüre -14 Grad. Aber nicht nur deshalb zog Peter den Reißverschluß seiner Jacke bis ganz nach oben und stülpte die Kapuze über den Kopf. Er hoffte, damit die beiden Angorapullis, die er darunter trug, verbergen zu können. Es war ein sinnloser Versuch. Die Rollkragen quollen unter der Jacke hervor und reichten ihm bis über das Kinn. Auch an den Ärmelbündchen war der weiche Angoraflausch deutlich zu sehen. “Warum hast du keine Handschuhe und Mütze angezogen?” fragte Petra im Tonfall einer besorgten Mutter und zog die breiten Kordeln Ihrer eigenen Balonmütze fester zusammen. Peter antwortete nicht, sondern machte sich daran, die dick vereisten Scheiben des Mercedes freizukratzen. Bald begannen seine Hände vor Kälte zu brennen und er bereute, daß er Petras Rat nicht gefolgt war und wenigstens ein paar der warmen Angorahandschuhe angezogen zu haben. Zugegeben hätte er das allerdings niemals. Er biß lieber weiter auf die Zähne und machte sich daran, die Scheeketten auf den Hinterrädern zu überprüfen. Es war schon ein paar Jährchen her, als er zum letzten Mal einen Wagen mit Scheeketten versehen hatte und wollte sicher sein, sie unterwegs nicht zu verlieren. Er erinnerte sich nur ungern an die zirkusreife Vorstellung, als ihm das vor vielen Jahren schon einmal passiert war und fürchtete, sie könne sich wiederholen. Anders als erwartet saßen die Ketten noch immer fest auf den Rädern. Stolz baute er sich vor Petra auf. “Na?,” sagte er. Ein gewisses Maß an Überheblichkeit in seiner Stimme war nicht zu überhören. “Na was? Fahren wir!” sagte Petra und setzte sich auf den Beifahrersitz. Peter verzog das Gesicht und ließ sich hinter das Lenkrad fallen.
Was Peter am Vorabend für eine schmale Paßstraße gehalten hatte, erschien bei Tage in einem ganz anderen Licht. Es war kaum mehr als ein Trampelpfad, der sich eng an den Berg schmiegte, kaum breiter als der Mercedes, ohne Leitplanken oder wenigstens einen Zaun. Nur ein paar altersschwache Bäume könnten im Falle eines Falles den Absturz in die endlose Tiefe verhindern. Entsprechend vorsichtig und langsam ließ er den teuren Mercedes talwärts rollen. Daß sie am Fuße des Berges wieder in die Zivilisation zurückkehrten, zeigte sich an fast schneefreien, gestreuten Straßen und Fahrbahnmarkierungen, wie Peter sie kannte. Auch der Verkehr nahm zu, je mehr sie sich einer kleinen Stadt näherten. Mit dem Anblick der Fahrzeuge und den Gedanken an viele Menschen nahm auch Peters Unbehagen wieder zu. Ohne sichtbaren Erfolg versuchte er, den flauschigen Rollkragen unter seine Lederjacke zu stopfen. “Was ist?”, wollte Petra wissen. “Mir ist nur warm,” schwindelte er. “Ich dachte schon, du schämst dich wieder, weil du einen Angorapulli trägst.” “Aber nein.” “Dazu gäbe es auch keinen Grund. Du siehst klasse aus, so richtig zum Einkuscheln. Das meine ich ganz ehrlich.” Hinter einer Kreuzung tauchte ein großer Supermarkt auf. Petra tippte ihrem Freund auf dessen Arm und deutete auf die Einfahrt zum Parkplatz. Peter nickte, lenkte den Mercedes die zweispurige Rampe hinauf und kurvte mehrmals durch die Reihen parkender Autos. Alles belegt, keine Lücke frei, fluchte er in Gedanken. “So kurz vor den Feiertagen ist hier immer die Hölle los. Es ist leider der einzige Supermarkt, in dem man einigermaßen anständige Qualität bekommt. Es gibt noch zwei andere, aber dort findet man nur Ramsch,” erklärte Petra. Da endlich, unmittelbar vor ihnen, stieg ein altes Paar in einen uralten Ford ein, den die beiden vermutlich schon als Jungvermählte gefahren hatten. Peter positionierte den Mercedes so, daß er sofort in die hoffentlich bald freiwerdende Parklücke einfahren konnte. Es störte ihn nicht im geringsten, daß er sich damit den Unmut der hinter ihm wartenden Autofahrer auf sich zog. Sowohl deren, als auch Peters Geduld wurde mächtig auf die probe gestellt. Dem Alter von Fahrzeug und Fahrer entsprechend dauerte es eine Ewigkeit, bis sich der museumsreife Ford im Zeitlupentempo rückwärts aus der Parkbucht schob. Unbewußt hämmerte Peter auf sein Lenkrad. Endlich, endlich war der Weg in die Parklücke frei und er kurvte rasant hinein. Weder Peter, noch Petra war der weiße Opel in der Autoschlange hinter ihnen besonders aufgefallen. Auch als der Wagen an ihnen vorbei rollte, während sie gerade ausstiegen, bemerkten sie nicht, daß sie von den Insassen, zwei dunkel und alles andere als winterlich gekleideten Männer, genau gemustert wurden. Peter war viel zu sehr damit beschäftigt, den an Kragen und Ärmeln herausquillenden Angoraflausch so gut es ging zu verstecken. Es war ein sinnloses Unterfangen. Als er zu dieser Einsicht kam und mit einem tiefen Seufzer kommentierte, war Petra bereits voraus in Richtung Eingang des Supermarktes geeilt und passierte dabei nichtsahnend den weißen Opel. Als Peter seine Freundin endlich eingeholt hatte und nach ihr durch die Drehschranke den gigantischen Supermarkt betrat, stand nicht er, sondern Petra im Mittelpunkt des Interesses der meisten Leute. Vor allem Männer waren es, die sich die Köpfe nach der rundherum in kuschelweichen Angoraflausch eingehüllten Traumfrau verdrehten. Peter wurde praktisch nicht beachtet. Langsam, ganz langsam wich die Unsicherheit und machte dem zunehmenden Stolz auf seine hüsche Freundin Platz. Er ließ sich sogar zu einem kleinen Schmunzeln hinreißen, als er einen jungen Mann beobachtete, der im Vorbeigehen auffallend unauffällig den weichen Flausch von Petras Angorajacke streichelte. Und als er den bösen Blick der Begleiterin des Kerls sah, mußte Peter laut auflachen. Petra bekam von all dem nichts mit. Sie war voll damit beschäftigt, den großen Einkaufswagen mit allerlei Lebensmitteln zu beladen. Plötzlich war Petra verschwunden. Nur für den Bruchteil eines Augenblicks hatte sich Peter durch eine Lautsprechedurchsage ablenklen lassen und schon war die Frau wie vom Erdboden verschluckt. Durch die zurückliegenden Ereignisse war Peters Nervenkostüm nicht sehr stabil. Mit klopfendem Herzen eilte er von einer Regalreihe zur anderen, doch nirgends fand sich auch nur ein Fussel seiner Geliebten. “Ist Ihnen nicht gut?” hörte eine weibliche Stimme hinter sich sagen. “Ich hab’ meine Freundin verloren,” antwortete Peter mit einem weinerlichen Unterton. Er klang wie ein kleiner Junge, der sich verlaufen hatte. Die junge, gutaussehende Angestellte des Supermarktes mußte schmunzeln. Dann wanderte ihr Blick auf seinen hals, wo sich üppiger Angoraflausch den Weg durch den Ausschnitt seiner Lederjacke suchte. “Trägt Ihre Freundin auch Angora? Eine weiße Angorajacke und ...?” “Ja, genau, das ist sie, wo ist sie?” wollte Peter erleichtert wissen. “Direkt hinter Ihnen.” Peter stutze, fuhr herum, nahm seine Petra in die Arme und drückte sie fest an sich. “Du hast mir vielleicht einen Schrecken eingejagt,” flüsterte er in den weichen Flausch Ihrer dicken Angoramütze. “Das kannst Du mit mir nicht machen. Für den Rest den Einkaufs werde ich dich besser an die Hand nehmen, damit du mir nicht noch einmal verloren gehst.” “Pech gehabt,” witzelte Petra und zog ihre Hand aus der seinen. “Ich habe schon alles, was wir brauchen. Und die Kasse ist nur ein paar Schritte von hier.”
<weiter>
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